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75.000 Euro gehen durch die Lappen

Neubau des Kindergartens in Lindhorst 75.000 Euro gehen durch die Lappen

Die Verwaltung der Gemeinde Lindhorst ist nicht erbaut von der Entscheidung des Landes Niedersachsen, die Zuschüsse für den Bau von Krippenplätzen zu kürzen.

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Symbolfoto

Quelle: dpa

Lindhorst. Der Gemeinderat hatte sich nun endgültig entschieden, einen neuen Kindergarten zu bauen und somit auch mit den Zuschüssen in voller Höhe gerechnet. Der neue Kindergarten soll insgesamt sechs Gruppen beherbergen. 30 Plätze sollen laut Lindhorster Beschlusslage für Krippenkinder vorgehalten werden.

„Wir müssen die Rechnung neu aufmachen“, bestätigt Lindhorsts Gemeindedirektor und Kämmerer Jens Schwedhelm. Denn die Kürzung der Zuschüsse gelte ab sofort. „Wir werden auf 2.500 Euro pro Platz sitzenbleiben“, sagt Schwedhelm. Das Land will künftig nämlich statt 12.000 Euro pro neu geschaffenem Krippenplatz nur 9.500 Euro zuschießen. Für die Gemeinde Lindhorst, die ohnehin ein Haushaltssicherungskonzept verfolgen muss, bedeutet das, dass 75.000 Euro zusätzlich aus eigenen Mitteln aufgebracht werden müssen.

Inwieweit die derzeitige Kostenschätzung allerdings belastbar sei, sei noch dahingestellt. Es gebe zig Varianten, wie die neue Kindertagesstätte aussehen könne. Es mache einen Unterschied, ob beispielsweise mehrgeschossig oder eingeschossig gebaut werde und auch bei der generellen Ausstattung gebe es diverse Möglichkeiten. „Der Politik ist klar geworden, wie umfangreich das ist“, meint Schwedhelm.

Um unterschiedliche Möglichkeiten auszuloten, habe die Gemeinde bereits einen Kindergarten in Hannover besichtigt und Mitte April werde eine weitere Einrichtung angeschaut. Ausgewählt wurden ebenfalls Kindergärten mit sechs Gruppen. „Damit man sich der Größe auch bewusst wird“, sagt der Gemeindedirektor.

„Der Kindergarten wird gebaut“, steht für Schwedhelm fest. „Es hätte uns genauso getroffen, wenn wir die alte Variante genommen hätten“, sagt er in Bezug zum ursprünglichen Plan, die Krippe an den derzeitigen Kita-Standort anzubauen. Bei der Neubauvariante sei zurzeit generell noch nicht klar, wie hoch die Förderung ausfalle. Er hält mit seiner Enttäuschung aber nicht hinter dem Berg. Als letztes Glied in der Kette habe die Kommune aufzufangen, was von den höheren Gebietskörperschaften entschieden werde. „Und wir stehen da und müssen es den Bürgern und Eltern erklären.“ bab

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