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Ab nach Afrika

Für ein Jahr nach Tansania Ab nach Afrika

„Nächstes Jahr feiern wir Weihnachten vielleicht unter einer afrikanischen Palme“ – Für Sina Völker (33), gebürtige Lindhorsterin, und ihren Partner Christoph Frischknecht (32) heißt es in diesen Festtagen Abschied nehmen von Familie und Freunden.

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Ihr nächstes Weihnachtsfest werden Christoph Frischknecht und Sina Völker in der afrikanischen Sonne verbringen.

Quelle: Monatge: Harmening

Lindhorst. Denn im nächsten Jahr geht es für die Kinderärztin und den Geografen für ein Jahr nach Tansania. Dort wollen die beiden als Freiwillige in einem ostafrikanischen Krankenhaus arbeiten. „Mittendrin im Busch“, erzählt Völker.

 Die 33-Jährige ist in Lindhorst geboren und aufgewachsen, bevor sie zum Medizinstudium nach Hannover ging. Erste Afrika-Erfahrungen sammelte sie über eine Reise mit der evangelischen Kirchengemeinde Lindhorst. „Afrika hat mich schon immer fasziniert“, sagt sie.

 Auch ihr Freund hat bereits ein Trinkwasserprojekt im afrikanischen Kamerun durchgeführt. Zwar kann er sich nicht als Mediziner in der Klinik in Wasso (Tansania) einbringen, dafür aber mit seinen Computerkenntnissen und handwerklichen Fähigkeiten, denn die Klinik, die dort im Umkreis von 200 Kilometern das einzige Krankenhaus für rund 200000 Menschen ist, muss auch renoviert werden. „Es ist schon ein Abenteuer“, meint der gebürtige Züricher. Klar ist den beiden auch etwas mulmig bei dem Gedanken an Tropenkrankheiten und HIV. „Aber wir haben ein solches Glück in diesem reichen Teil der Welt zu leben, dass wie auch eine Verantwortung haben“, erklärt Frischknecht seine Motivation, sich als Freiwilliger zu engagieren. Und auch Völker möchte vor Ort „etwas bewegen“ und die Arbeit in Tansania nachhaltig unterstützen.

 „Das größte Problem ist der Mangel an Medikamenten und Verbrauchsmater“, erklärt Völker. Bereits 2010 hat die Lindhorsterin für die „German Doctors“ in einer kenianischen Krankenstation gearbeitet. „Dort habe ich erfahren, dass die größte persönliche Herausforderung bei der Arbeit in einem afrikanischen Krankenhaus ist, damit leben zu müssen, dass Menschen sterben, nur weil ds nötige Medikament oder das technische Hilfsmittel fehlt, um ihr Leben zu retten.“

 Wer dabei helfen möchte, diese Engpässe zu lindern, kann sich wegen einer Spende an die evangelische Kirchengemeinde Lindhorst, Telefon (05725) 5075, wenden. Diese hat ein extra Spendenkonto für das Projekt eingerichtet.

 Die Arbeit der beiden Freiwilligen kann man im Blog auf www.Hujambo.wobistdujetzt.com - Kennwort "Jambo" - verfolgen. kil

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