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Aldi-Erweiterung ist vom Tisch

Kehrtwende Aldi-Erweiterung ist vom Tisch

Vier Jahre ist es jetzt her, dass Aldi mit dem Wunsch auf die Erweiterung seines Marktes in Lindhorst an die Gemeinde getreten ist. Nun sei das Projekt für das Unternehmen „nicht mehr interessant“, verkündete Gemeindedirektor Jens Schwedhelm jetzt in der Gemeinderatssitzung.

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Der Aldi-Markt in Lindhorst wird nicht erweitert.

Quelle: geb

LINDHORST. Viel ist seit damals passiert, die Planungen wurden seitens der Verwaltung und Politik vorangetrieben. Umsonst. Begründet habe der Discounter seine Kehrtwende mit der prognostizierten negativen Bevölkerungsentwicklung in Lindhorst und der Samtgemeinde. „Die Ratsmitglieder waren sichtlich verärgert über diese Nachricht. Zumal Aldi sich auf Zahlen der Bertelsmannstiftung aus dem Jahr 2008 beziehe. „Wir haben versucht klarzumachen, dass dieser Trend in Lindhorst gegenläufig ist und wir hier sogar Zuwächse verzeichnen“, erklärte Schwedhelm. Ohne Erfolg. Aldi werde seine Verträge bis 2020 erfüllen, „wie Aldi dann weiter betrieben wird, ist offen“.

„Wir wurden hier betrogen“

Cerstin Bayer (SPD) bezeichnete die Argumente von Aldi als „vorgeschoben“. Die Studie sei sowas von veraltet, dass niemand seriös diese zur Grundlage seiner Entscheidung machen könne. „Wir wurden hier betrogen.“ Dass die Politik keine Schuld treffe, falls Aldi den Ort verlasse, betonte Andreas Kobel (Bündnis90/Die Grünen). Man habe hervorragende Arbeit geleistet, die Entscheidung sei „schade für die Gemeinde“.

Eine Frage, die den Rat umtrieb, bezog sich auf die Investitionen, die bereits getätigt worden waren. Denn für das Vorhaben musste der Bebauungsplan geändert werden, was die Gemeinde auch auf den Weg gebracht hatte. Aktuell verfügt der Markt über eine Verkaufsfläche von rund 800 Quadratmetern, von einer Vergrößerung auf bis zu 1200 Quadratmetern die Rede. Schwedhelm konnte die Kommunalpolitiker jedoch beruhigen: „Es gibt Kostenübernahmeerklärungen der Investoren, diese sind schriftlich fixiert.“

Offensiv auf andere Märkte zugehen

Dennoch wollen Verwaltung und Politik nicht für den Papierkorb gearbeitet haben, der Prozess soll fortgeführt werden. „Es wäre fatal, diese Planungen einfach in die Schublade zu stecken.“ Wenn Aldi zu neuen Erkenntnissen käme, könnte der Prozess nahtlos fortgeführt werden. Kobel will indes offensiv auf andere Märkte zugehen, „wir haben hier attraktive Flächen“. col

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