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Lindhorst / Bürgerbefragung Alles beim Alten – vorerst

Die Bürger haben entschieden: 463 Menschen haben sich bei der Bürgerbefragung gegen eine Umgestaltung des Lindhorster Marktplatzes ausgesprochen.

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Rund 31 Prozent der abstimmungsberechtigten Lindhorster haben an der Befragung teilgenommen.

Quelle: aw

Von Axel Wagner

Lindhorst. Der von der SPD favorisierte „Plaza“-Vorschlag unterlag und lag mit 296 Stimmen sogar noch deutlich hinter der von der CDU vorgeschlagenen Variante (345 Stimmen).
Große Stille herrschte im Lindhorster Ratssaal, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde. Von den 3540 Abstimmungsberechtigten hatten 1109 an der Befragung teilgenommen, fünf Stimmen wurden als ungültig gewertet. Damit liegt die Beteiligung bei rund 31 Prozent.

Die Reaktionen der zwölf anwesenden Zuschauer, darunter auch Vertreter der Ratsfraktionen, reichten von Ausdrücken der Genugtuung („Abgeschmettert“) bis hin zu großer Enttäuschung. Ratsmitglied Cerstin Bayer (SPD) zeigte sich niedergeschlagen. „Ich bedanke mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die bei der Befragung teilgenommen haben.“ Der SPD-Ortsverein und die Fraktion im Gemeinderat, so Bayer, habe in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet und werde auch in Zukunft alles dafür tun, Lindhorst für die Zukunft gut aufzustellen. Die SPD wolle künftig die Bürger stärker und früher einbeziehen, beispielsweise durch Bürgerbefragungen und Online-Abstimmungen.

Bürgermeister Hans-Otto Blume (SPD) sagte, der Verwaltungsausschuss müsse nun überlegen, wie es weitergeht. Man wolle dem Votum der Bürger folgen. Auch die CDU will das Ergebnis nach den Worten von Ratsmitglied Manfred Richter akzeptieren.
„Mich überrascht das ja nun nicht“, kommentierte Grünen-Ratsherr Matthias Hinse das Ergebnis. Viele Leute hätten sich vor allem an der hohen Kreditaufnahme gestört, die der SPD-Vorschlag mit sich gebracht hätte. Jetzt sei eine neue Grundlage für kleine Veränderungen am Marktplatz gegeben, beispielsweise im Hinblick auf die Außenbestuhlung der örtlichen Pizzeria und die Busspur. „Wir haben nie gesagt, dass nichts gemacht werden soll“, so Hinse. Allerdings sei die SPD bis dato keinen Millimeter von ihrem Vorschlag abgewichen.

Mit Blick auf das Bürgerbegehren, das drei Lindhorster angestrebt hatten (wir berichteten), geht Hinse nach eigenen Worten davon aus, dass der Antrag unter den gegebenen Umständen zurückgezogen wird.

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