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Lindhorst Angst vor der Blechlawine
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Angst vor der Blechlawine
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00:24 27.04.2015
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Lindhorst

Wie berichtet war die Lindhorster Verwaltung davon überrascht worden, dass die Umleitung der Fahrzeuge aus Richtung Hannover von Beckedorf aus über die K 31 nach Lindhorst und dort über die Bahnhofstraße nach Lüdersfeld geführt werden soll. Die Verwaltung hatte aber bei einem Gespräch mit der Straßenbaubehörde darum gebeten, die Umleitung über Ottensen einzurichten. Wie im Bauausschuss deutlich wurde, wollen auch Politiker und Geschäftsleute nicht, dass der gesamte Verkehr über Lindhorst läuft.
Heinz-Dieter Lauenstein (SPD) machte eine Rechnung auf, der zufolge es kaum noch möglich sein würde, die Straße zu überqueren. Lauenstein berief sich dabei auf eine entsprechende Verkehrszählung. Er überschlug, dass auf der Bundesstraße 26 000 Fahrzeuge binnen 24 Stunden gezählt worden seien. Berücksichtige man Stoßzeiten und nächtliche ruhige Phasen, sei davon auszugehen, dass zur Hauptverkehrszeit 3000 bis 3600 Fahrzeuge durch Lindhorst rauschen. „Das bedeutet, dass jede Sekunde ein Auto vorbeikommt“, sagte Lauenstein.
Die SPD bittet die Verwaltung deshalb, bei der Straßenbaubehörde um eine „Großinformationsveranstaltung“ zu ersuchen und darauf zu drängen, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Lauenstein nannte mehrere Möglichkeiten: Die Vollsperrung zu verkürzen, für Pkw und Lastwagen getrennte Umleitungen einzurichten und wenn dies nicht möglich sei, Querungshilfen und entsprechende Beschilderung einzurichten oder den Verkehr zur Rushhour von Polizisten regeln zu lassen.
„Dem schließen wir uns gerne an“, sagte Holger Mensching (CDU). Francesco Pasqua (SPD) erinnerte zudem an die Geschäftsleute, die bereits beim Umbau der Bahnhofstraße „viel leiden“ mussten, und weitere Einschränkungen „nicht mehr aushalten können“. Auch André Treichel, Vorsitzender des Handel- und Gewebevereins kam zu Wort. „Das ist auch in unserem Sinne“, sagte er zu den Alternativvorschlägen.  bab

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