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Ansturm auf Lindhorster Kleiderkammer ungebrochen Aus Erfahrungen lernen

Noch bevor die Kleiderkammer mittwochnachmittags ihre Türen öffnet, stehen schon die ersten Besucher Schlange. Der Ansturm auf das kostenlose Angebot für Flüchtlinge und Bedürftige sei ungebrochen, berichtet Siegrid Wolff, Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Lindhorst.

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Quelle: dpa

LINDHORST.  Zusammen mit weiteren ehrenamtlichen Helfern hat sie den Laden an der Bahnhofstraße aufgebaut. Die Zwischenbilanz nach rund zweieinhalb Monaten: Zufriedene Kunden und zufriedene Helfer, sagt Wolff.

An den wöchentlichen Öffnungszeiten – immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr – will das Awo-Team festhalten. Eine Erweiterung sei trotz der großen Nachfrage nicht angedacht. Es kämen nicht nur Menschen aus Flüchtlingsfamilien, sondern auch deutsche Bewohner mit einem geringen Einkommen. Insgesamt gehe der Kundenkreis über die Samtgemeinde Lindhorst hinaus. Auch aus Stadthagen, Sachsenhagen und Auhagen nutzten Menschen die Kleiderkammer.

Aus anfänglichen Schwierigkeiten habe der Ortsverein schon gelernt, berichtet Wolff. So lasse das Team mittlerweile nicht mehr alle Besucher gleichzeitig, sondern gruppenweise in den Laden, damit sich der Trubel in Grenzen hält. Die Übrigen müssten so lange draußen warten, bis sie an der Reihe sind. Außerdem achten die Mitarbeiter nun mehr darauf, dass die Kunden nicht haufenweise Kleidung auf einmal mitnehmen. „Jeder kriegt zum Beispiel nur ein paar Schuhe“, sagt Wolff.

Kleiderausgabe soll stärker kontrolliert werden

Es habe auch schon Beschwerde-Anrufe aus der Bevölkerung gegeben. Leute beklagten sich, weil sie gesehen haben wollen, wie Flüchtlinge die Kleider säckeweise aus dem Laden geschleppt hätten, um sie dann später wieder irgendwo zu entsorgen. Auch, wenn das Wolff zufolge nur Gerüchte sind, versuchen die Ehrenamtlichen, die Kleiderausgabe stärker zu kontrollieren.
Positiv hat Wolff bemerkt, wie sich die Sprachkenntnisse vieler Flüchtlinge von Besuch zu Besuch verbessert hätten. Auch die Kinder seien mit der Zeit viel aufgeschlossener geworden. „Das macht richtig Spaß“, sagt Wolff.

Über mangelnde Spendenbereitschaft der Bürger kann sich die Awo weiterhin nicht beklagen. Das Lager ist gut gefüllt. Wer noch Spenden abzugeben hat, sollte sich vorher erkundigen, ob noch Bedarf besteht. Was immer noch dringend benötigt werde, seien Geschirr, Besteck und Bettwäsche. Weniger nachgefragt seien Kleider in sehr großen Größen.  kil

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