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Lindhorst Beirat: Missstand verharmlost
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Beirat: Missstand verharmlost
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00:16 04.02.2017
Auf dem Gehweg an der Bahnhofstraße zwischen Bahnhof und Lüdersfelder Straße dürfen keine Fahrräder fahren. Wie der Senioren- und Behindertenbeirat beklagt, halten sich daran nicht alle. Quelle: Montage:Harmening
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Lindhorst

„Leider ist nach unserer Auffassung mit den Aussagen der Verwaltung und Polizei der Missstand verharmlost worden“, bewertet er die Einschätzung von Polizei und Gemeindeverwaltung. Diese hatten nach Beobachtungen keine dramatischen Situationen feststellen können. Laut Völker habe sich an den beklagten Zuständen an der Bahnhofstraße zwischen Bahnhof und Lüdersfelder Straße nichts geändert. „Nach wie vor wird der Gehweg beidseitig von Radfahrern genutzt. Dieses wurde mir in den letzten Tagen von Geschäftsleuten und Hauseigentümern an der Bahnhofstraße sowie behinderten Bürgern bestätigt“, berichtet Völker.

Information nicht unter die Leute gebracht

Außerdem hält der Beiratsvorsitzende der Gemeindeverwaltung und der Polizei vor, die angekündigten Informationen nicht unter die Leute gebracht zu haben. So sollten Zettel in unterschiedlichen Sprachen an Immigranten verteilt werden, die mit den Verkehrsregeln noch nicht vertraut sind. Im monatlichen Weltcafé, in dem sich Geflüchtete treffen, sollte ebenfalls informiert werden, was unterblieben sei. Wobei Völker betont, dass die meisten Verstöße nicht von Geflüchteten begangen würden. „Dies bestätigte mir auch die Polizei“, meint er.

Helmut Dornbusch von der Lindhorster Polizeiwache stimmt dem zu und berichtet auf Anfrage, dass bisher keine Verwarngelder ausgesprochen wurden. Dennoch seien einige Radfahrer auf dem Gehweg mündlich verwarnt worden. Sollten diese erneut erwischt werden, müssten sie zahlen, denn die Kontrollen würden bis auf Weiteres fortgesetzt.

Kontrolle nicht Aufgabe der Kommune

Lindhorsts Gemeindedirektor Jens Schwedhelm und Bürgermeister Hans-Otto Blume führten bereits Gespräche mit dem Beirat. „Wir wollen nichts verharmlosen“, sagt Blume. Das Thema solle mit der nötigen Sorgfalt behandelt werden. „Wir haben das durchaus auf dem Schirm.“ Dennoch sei es nicht Aufgabe der Kommune, den fließenden Verkehr zu kontrollieren. „Eine wirkliche Handhabe sehe ich nicht“, verweist Schwedhelm auf die Polizei als zuständiges Organ. Er widerspricht zudem Völkers Behauptung, die Verwaltung sei der Verkehrsaufklärung für die Immigranten nicht nachgekommen.

„Im laufenden Sprachkurs und auch im nächsten wird das thematisiert“, bestätigt Schwedhelm, dass die Immigranten dort auch Verkehrsunterricht bekommen. „Man kann mit Sicherheit immer mehr tun“, sagt er zu den Bemühungen von Gemeinde und Polizei. Blume und Schwedhelm wollen die Problematik aber auch nicht überbewerten. bab

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