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Centweise die Braut besohlt

Lindhorst / Schuhkauf nach alter Tradition Centweise die Braut besohlt

Den alten Brauch, Brautschuhe mit Kleingeld zu bezahlen, hat Klaus Kutil in Lindhorst wiederbelebt. Ausschließlich mit Ein-Cent-Stücken beglich der Brautvater die Rechnung für die Hochzeitsfußbekleidung seiner Tochter Kerstin.

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Klaus Kutil schüttet die Asbach Uralt-Flasche aus und legt die Cent-Stücke auf den Tisch, um bei Sabine Fischer (Mitte) die Brautschuhe für seine Tochter Kerstin zu bezahlen.

Quelle: pr.

Lindhorst (gus). Die meisten Väter hätten an Klaus Kutils Stelle wohl die EC-Karte gezückt und per Pin-Eingabe beziehungsweise Unterschrift die fällige Summe für die Brautschuhe der Tochter gezahlt. Doch wie es sich für den Vorsitzenden der Trachtengruppe Lindhorst gehört, entsann sich Klaus Kutil einer alten Tradition, um der Eheschließung seiner Tochter zusätzlichen Glanz zu verleihen.
In einer riesigen Flasche hatte der Trachtengruppen-Chef die Euro-Cent-Münzen gesammelt. Und weil es sich um einen alten Brauch handelt, hatte Klaus Kutil eine XXL-Flasche eines Weinbrands ausgesucht, und zwar der Sorte Asbach Uralt. Mit der gefüllten Flasche stiefelten Kerstin und Klaus Kutil zur Lindhorster Filiale des Schuhhauses Knoche, suchten ein schickes, weißes Paar Schuhe aus und schütteten das Kleingeld auf den Tresen.
Sabine Fischer staunte nicht schlecht und fand den Einfall so gut, dass sie unserer Zeitung ein Foto von dem ungewöhnlichen Bezahlvorgang zuschickte. Wie viele Cent-Stücke sich genau in der Flasche befanden, soll aber ein Geheimnis bleiben.
Keineswegs geheim ist, dass der Brauch. Brautschuhe mit Kleingeld zu bezahlen, noch aus der Zeit vor dem Euro stammt. Manche Mädchen begannen einst bereits in Kindertagen, Pfennige für ihre Hochzeitsschuhe zu sammeln. Hatten sie bis zum Zeitpunkt der geplanten Heirat ausreichend Kupfermünzen beisammen, zeugte dies von der Sparsamkeit der Braut. Ab und zu sammelten aber auch die Verwandten fleißig mit.
Nun steht der Hochzeit Kerstin Kutils mit Christian Vogt nichts mehr im Weg. Im Mai soll es so weit sein. Der Ort der Trauung könnte durchaus das Mehrzweckbackhaus der Trachtengruppe sein, denn dort sind seit Kurzem standesamtliche Eheschließungen möglich.

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