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Direktor kritisiert Schulinspektion

Lindhorst / Nachprüfung Direktor kritisiert Schulinspektion

Die Nachinspektion der Grundschule Lindhorst ist, wie bereits berichtet, positiv verlaufen. Schulleiter Hubert Sagel berichtete dem Samtgemeinderat Lindhorst von verbesserten Noten. Vor allem die Hauptkritikpunkte – fehlende Teamarbeit im Unterricht und fehlendes Schulkonzept– seien ausgeräumt worden. Und der Direktor holte zum Gegenangriff aus.

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Dieses Szenario stinkt dem Lindhorster Schulleiter: Ein Inspektor sitzt als Beobachter im Klassenraum und macht sich Notizen.

Quelle: pr

Lindhorst (gus). Sagel kritisierte das Konzept der Schulinspektionen, bei denen die Prüfer nur kurze Zeit in den Klassenräumen zubrächten und sich somit kein erschöpfendes Bild vom Unterricht bilden könnten. Werde in der fraglichen Zeitspanne zufälligerweise keine Teamarbeit angewandt, komme ein Inspektor zu dem Schluss, dieses Mittel werde komplett ausgeklammert.

Zudem sagte Sagel, er sehe möglicherweise Bedarf, anderen Schulen, die ein ähnliches Schicksal wie die Lindhorster Grundschule erleiden und durch die Inspektion rasseln, mit Rat zur Seite zu stehen. Ein Schulkonzept sei weniger aussagekräftig als ein „Schulgeist“, es müsse nicht immer alles dokumentiert werden.

Während mehrere Ratsmitglieder Sagel und dem Kollegium Lob aussprachen, nannte es Erwin Martin (SPD) „blamabel“, dass ein privater Schulentwickler der Schule auf die Sprünge helfen musste, und dass das Kollegium nicht selbst die Wende herbeiführen konnte. Dagegen wehrte sich der Schulleiter: Er und seine Kollegen seien nun mal keine Verwaltungsfachleute und Statistiker. Günter Kasulke (Grüne) sagte, es sei verständlich, dass die Schule sich fremde Hilfe geholt hat. Dem schlossen sich weitere Ratsmitglieder an.

Der Rat schien den Konsens getroffen zu haben, die Grundschule diesmal rundweg positiv dastehen zu lassen. Als sich Klaus Baxmann (SPD) zu Wort meldete, befürchtete Ratsvorsitzender Burkhard Pieper (CDU) offenbar, es drohe weitere Schulleiter-Schelte, da Baxmann Sagel bereits nach Bekanntwerden des schlechten Abschneidens der Schule bei der Inspektion in Abwesenheit verbal attackiert hatte. Pieper machte eine beschwichtigende Geste, doch als Baxmann ein Lob äußerte, entspannten sich nicht nur Piepers Gesichtszüge, auch auf der Seite der SPD lehnten sich manche entspannt wieder zurück.

Kritik erntete Sagel dennoch von Cerstin Bayer (SPD) dafür, dass noch immer kein Schach an der Grundschule angeboten wird. Außerdem drängte die Sozialdemokratin darauf, dass Bergbau-Museumsleiter Gunter Ludewig Heimatkundeunterricht oder Ähnliches für Grundschüler erteilt.

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