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Eine Handvoll macht weiter

Feuerwehr wird aufgelöst Eine Handvoll macht weiter

Von den zuletzt noch etwa 20 Mitgliedern sind der Feuerwehr nur noch eine Handvoll erhalten geblieben. Wie berichtet, wird die Ottenser Ortsfeuerwehr zum 1. Juli aufgelöst. Die meisten Mitglieder haben der Feuerwehr nun offenbar komplett den Rücken zugekehrt.

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Quelle: Symbolfoto

Ottensen. Zum Hintergrund: Der Samtgemeinderat hat die Auflösung der Ortswehr beschlossen, nachdem die Verhandlungen für eine Fusion mit der Lindhorster Feuerwehr nach mehrfachen Versuchen gescheitert waren.

Der Großteil der Ottenser Mitglieder ist nach Angaben von Matthias Blume, Ortsbrandmeister der Ottenser Ortswehr, schon im November/Dezember vergangenen Jahres ausgetreten. Ob aus Unmut über die Zwangsauflösung der Feuerwehr oder aus mangelndem Interesse an den benachbarten Feuerwehren, ist offen.

Nach der Auflösung weiter aktiv

Aktuell zählt Blume noch neun Feuerwehrmänner, die noch nicht ausgetreten sind. Seiner Einschätzung nach machen davon aber nur noch vier oder fünf in anderen Feuerwehren weiter. „Das ist wenig, aber immerhin“, sagt Blume, der sich selbst dazu entschieden hat, auch nach der Auflösung der Ottenser Wehr weiter im Feuerwehrdienst aktiv zu sein. Ob in Lindhorst oder Beckedorf, das wolle er „auf den letzten Drücker“ entscheiden, meint er.

Nach Lindhorst scheint nach aktuellem Stand niemand der ehemaligen Mitglieder zu gehen. Jedenfalls hat Ingo Beyer, Gemeindepressewart der Feuerwehr Lindhorst, noch keine Anmeldung vorliegen. Stattdessen sind die Ottenser, die kirchlich zu Beckedorf und politisch zu Lindhorst gehören, stärker in Richtung Beckedorf orientiert, berichten Blume und Beyer. Immerhin besteht mit der Beckedorfer Feuerwehr bereits eine Zusammenarbeit in der Jugendfeuerwehr. Auch das Ottenser Fahrzeug kommt nach der Auflösung nach Beckedorf.

Engagement soll nicht verloren gehen

Wie angekündigt, hat es in Ottensen ein Treffen gegeben, bei dem es um die mögliche Gründung einer Dorfgemeinschaft gehen sollte. Denn die Ottenser Feuerwehr hatte im Ort auch viele Aufgaben bei geselligen Veranstaltungen übernommen und damit maßgeblich das Dorfleben mitgestaltet. Dieses Engagement soll nicht verloren gehen und die Dorfgemeinschaft nicht verkümmern.

Zu einem konkreten Ergebnis seien die Initiatoren nach Angaben von Blume allerdings noch nicht gekommen. Fest stehe aber: „Es wird kein Feuerwehrverein werden.“ Die Gedanken würden mehr in Richtung offene Dorfgemeinschaft gehen. Ob es letztlich auch auf eine Nachnutzung des alten Feuerwehrhauses hinaus laufen wird, sei offen.

Das Gebäude gehört der Samtgemeinde. Verwaltungschef Andreas Günther liegt noch keine Anfrage seitens der Ottenser vor. Er selbst habe mehrere Optionen für eine Nachnutzung im Kopf. kil

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