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Lindhorst Erhöhung der Hundesteuer beschlossen
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Erhöhung der Hundesteuer beschlossen
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00:26 15.11.2015
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Lindhorst (kil)

Die Lenkungsgruppe, die sich für die Konsolidierung des Haushaltes einsetzt, hatte diese Steuererhöhung vorgeschlagen, um die Gemeindekasse ein wenig zu füllen. Das soll Mehreinnahmen von rund 5700 Euro im Jahr bringen. Die Steuern für den Ersthund steigen von 46 Euro auf 60 Euro. Für den Zweithund werden künftig 120 Euro statt wie bislang 74 Euro fällig. Die letzte Erhöhung gab es 2001.
Bayer: „Ich kann da nicht mitgehen.“ Anfang des 19. Jahrhunderts sei die Hundesteuer eingeführt worden, um die Population einzugrenzen. „Heute ist der Hund mehr ein Sozialpartner als ein Luxusgut.“ Eine Erhöhung der Gebühren für den Zweithund um rund 80 Prozent könne sie nicht akzeptieren.
Hinse schloss sich der Sozialdemokratin an: Ein Nachbar habe neulich zu ihm gesagt: „Wenn euch nichts mehr einfällt, greift ihr zu so einer Maßnahme.“ Darauf habe der Grünen-Politiker nichts erwidern können. Insgesamt forderte er alle Fraktionen auf, über alternative Sparmaßnahmen nachzudenken.
Burkhard Pieper (CDU) verstand das Problem mit dem Zweithund nicht. „Wer hat denn schon einen zweiten Hund?“ – 35 Lindhorster. Bayers Argument mit dem „Sozialpartner“ könne er für den Zweithund nicht gelten lassen.
Erwin Martin (SPD) sprach von einem „Versäumnis“, dass die Steuern mehr als zehn Jahre lang nicht angepasst wurden. Und Parteikollege Heinz-Dieter Lauenstein fand: „Jetzt sollten wir diesen ordentlichen Schluck aus der Pulle nehmen.“ Künftig müsse dann alle zwei Jahre geschaut werden, ob eine Anpassung nötig sei. Er betonte: Die Hundesteuer sei an keine Umlage gebunden. Das bedeute, dass das Geld zu hundert Prozent bei der Gemeinde bleibe.

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