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Erste öffentliche Runde

Lindhorst/Beckedorf / Schulausschuss Erste öffentliche Runde

Die Diskussion um die Zukunft der Grundschule Lindhorst nähert sich ihrer ersten öffentlichen Austragung. Am Montag, 23. April, kommt der Schulausschuss in der Mensa der Haupt- und Realschule zusammen, um ab 19 Uhr über das Thema zu beraten.

Lindhorst/Beckedorf. Lindhorst/Beckedorf. Die Verwaltung hat bewusst einen größeren Raum gewählt als den Sitzungssaal des Rathauses, der vor drei Jahren aus allen Nähten zu platzen drohte, als Eltern und Lehrer die Reihen füllten. Ein Rederecht haben die Zuhörer nicht, allerdings ist für den Schluss der Sitzung eine Einwohnerfragestunde eingeplant. Auch wenn dann eigentlich nur Fragen an den Ausschuss gerichtet werden dürfen, ist zu erwarten, dass engagierte Eltern den Tagesordnungspunkt nutzen, um ihre Argumente zu äußern.

 In der Diskussion geht es um die  mögliche Schließung der Beckedorfer Grundschul-Außenstelle. Lindhorster Eltern erhoffen sich davon Vorteile für ihre Kinder. Die Beckedorfer Eltern hoffen, dass die Politiker die kleine Dorfschule nicht schließen, weil sie wiederum die Interessen des eigenen Nachwuchses im Kopf haben.

 Aus Sicht von Rat und Verwaltung sollen Sachargumente abgewogen werden und die Erörterung soll zu einem politischen Entschluss führen. Allerdings dürfte ein einstimmiges Votum bereits im Schulausschuss schwierig sein wegen der kontroversen Haltung der Eltern beider Orte.

 Das Hauptargument gegen die Außenstelle ist der Wunsch nach einheitlichen Klassengrößen. In Lindhorst besuchen schon mal knapp 30 Jungen und Mädchen dieselbe Klasse. In Beckedorf werden teils nicht einmal 20 Kinder pro Klasse unterrichtet. In Kürze müsste wohl sogar eine erneute Kombinationsklasse mit Schülern unterschiedlicher Jahrgänge eingerichtet werden. Allerdings wäre auch ein Neuzuschnitt der Einzugsgebiete ein Weg zu annähernd gleichgroßen Klassen.

 Zusätzlich kritisieren die Lindhorster häufige Verspätungen pendelnder Lehrer. Dann wäre da das Kostenargument. Doch die knapp 30000 Euro, die in 2008 als jährliche Ersparnis errechnet worden waren, dürften die Politiker kaum ernsthaft von der Richtigkeit der Schließung überzeugen. Denn Beckedorf fürchtet um den vielleicht wichtigsten Teil ihrer Infrastruktur. In einem Bericht in der Montagsausgabe dieser Zeitung führte Kultusminister Bernd Althusmann dieses Argument gegen Schließungen von Dorfschulen an. Und: „Das Land wird keine Schule schließen.“ Die Samtgemeinde kann ihre Entscheidung autonom fällen.

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