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Lindhorst Explosion am Bahnsteig
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Explosion am Bahnsteig
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00:16 15.07.2013
Quelle: Polizei
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Lindhorst. Im Visier der Unbekannten war der Automat auf dem Bahnsteig in Fahrtrichtung Hannover. Durch die Wucht der Explosion zerfetzte die Hülle sowie die Glasscheibe hinter dem Automaten. Nach Angaben von Axel Bergmann, Sprecher der Polizei in Stadthagen, lagen Glas- und Metallsplitter auch einige Meter vom Tatort entfernt. „Wenn man sich die Spuren ansieht, war diese Sprengung hochgefährlich bis zu lebensgefährlich für die Täter“, sagte Bergmann.

Auf die Tat aufmerksam war ein Kunde geworden, der um kurz nach 4 Uhr eine Fahrkarte ziehen wollte. Nachdem der Mann den Schaden sah, gab er der Bundespolizei über einen Notrufknopf Bescheid.
Umgehend machte sich die Tatortgruppe der Polizei in Stadthagen auf den Weg nach Lindhorst. Sie sicherten Spuren. Der Automat wurde ersten Erkenntnissen nach mit einer Gas-Luft-Mischung gesprengt. In den meisten Fällen solcher Taten werden die Öffnungen der Geräte mit Klebeband abgedichtet und über einen Schlauch das Gemisch ins Innere geleitet.

Ein Anwohner des Bahnhofes habe gegen 3 Uhr einen lauten Knall gehört. Diesen jedoch eigenen Angaben nach nicht zuordnen können. Die Polizei ermittelt nun wegen schweren Diebstahls und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Die Akten liegen in der Polizeidirektion Nienburg-Schaumburg. Die Polizei geht ersten Erkenntnissen nach von Tätern aus, die schon mehrfach Automaten gesprengt haben.

Bundesweit gibt es derzeit eine Serie solcher Taten. Die Polizei geht bislang von mehr als 75 Taten allein in diesem Jahr aus. Bei der Bundespolizei gibt es mittlerweile eine eigene Arbeitsgruppe, die sich mit den gesprengten Automaten beschäftigt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es die meisten Täter nicht nur auf das Geld in den Maschinen abgesehen haben: Die Beute fällt allerdings meistens gering aus. Das bestätigte auch eine Sprecherin der Deutschen Bahn. „Lohnen tut sich diese Tat in der Regel nicht.“ Einige wollten nach Angaben der Polizei an die Papierrollen gelangen, Fahrkarten fälschen und verkaufen.
Den zerstörten Automaten in Lindhorst zu erneuen, kostet den DB-Konzern etwa 10 000 bis 25 000 Euro. vin

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