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Feuer in Lindhorster Flüchtlingsunterkunft

Wäschetrockner gerät in Brand Feuer in Lindhorster Flüchtlingsunterkunft

Da läuteten bei vielen die Alarmglocken: Die Feuerwehr ist am Montag gegen 10.50 Uhr zu einem Brand in einer Flüchtlingsunterbringung an der Berliner Straße in Lindhorst gerufen worden.

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Die Feuerwehrleute kontrollieren das Haus auf weitere Brandnester.

Quelle: rg

Lindhorst. Schnell wurde klar, es handelte es sich nicht um Brandstiftung, sondern um einen technischen Defekt. Ursache war nach Angaben der Feuerwehr eindeutig ein Wäschetrockner, der im laufenden Betrieb in Brand geraten war.

Verletzt wurde niemand. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort. Von den neun Bewohnern war zur Zeit des Feuers nur eine Frau zu Hause. Das Gebäude gehört der Samtgemeinde Lindhorst und diente ursprünglich als Obdachlosenheim. Nachdem es lange leer stand, wurde es dem Landkreis für die übergangsweise Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.

Ein Nachbar bemerkte das Feuer und alarmierte die Feuerwehr. Er habe dunkle Rauchwolken gesehen und einen Knall gehört, berichtete er während der Löscharbeiten. Im Einsatz waren die Feuerwehren Lindhorst, Beckedorf, Lüdersfeld und Heuerßen mit insgesamt 33 Leuten. Wie die Polizei mitteilt, wurde das Gerät aus der Waschküche ins Freie gebracht und gelöscht. Während des Einsatzes wurde das Dach über der Brandstelle geöffnet. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile konnte die Feuerwehr verhindern.

Wie Ingo Bayer, Pressesprecher der Lindhorster Gemeindefeuerwehr mitteilt, habe es „leider keine Rauchmelder im Haus“ gegeben. Wäre das Feuer nachts ausgebrochen, hätte es vermutlich größere Ausmaße angenommen. Warum der Trockner Feuer fing, kann Bayer nicht sagen. Nur soviel: Die gesamte Elektrik sei „kurios“ und müsste mal erneuert werden, so sein Eindruck.

Generell scheint es Klagen über den Zustand der Unterkunft zu geben. Ein Bewohner sowie Besucher des Hauses berichteten von Schimmel hinter jedem Sofa und weiteren Schwachstellen, die das Haus unbewohnbar machen würden. Samtgemeinde und Landkreis weisen diese Vorwürfe zurück. Birgit Gerland vom Fachbereich Bauen der Samtgemeinde betonte bereits vor Ort, dass die Unterkunft ja auch eigentlich nur für den Übergang gedacht sei. Und Kollege Wolfgang Fischer gab später an, von derartigen Beschwerden noch nichts gehört zu haben. Das Haus sei in den Fünfzigern gebaut und Ende der Achtziger saniert worden. Auch danach habe man regelmäßig Elektrik und andere Anlagen überprüft. „Bis dato war kein Schimmel da“, betont er. Seiner Meinung nach entstünden solche Gerüchte schnell, weil das Haus „vielen ein Dorn im Auge sei“, was er nicht verstehen könne.

Mieter der drei Wohnungen ist derzeit der Landkreis. Wie Pressesprecher Klaus Heimann schildert, sei das Gebäude „nur für den Übergang“ gedacht, die Asylbewerber sollten sich anschließend selbst neue Wohnungen suchen. Die Praxis sieht aber anders aus. Eine Familie sowie eine Einzelperson leben bereits seit November 2012 dort. Die dritte Wohnung ist seit Anfang 2014 mit einer weiteren Flüchtlingsfamilie besetzt. Nach Heimanns Angaben werden die Unterkünfte immer kontrolliert, bevor dort jemand Neues untergebracht wird. Generell, sagt er, geschehe es häufig, dass es durch falsches Lüften zu Schimmelbefall komme. Da helfe oft auch gutes Zureden nicht. Problematisch an der Berliner Straße: Die Bewohner möchten offenbar gar nicht ausziehen. kil

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