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Fortan feste Zuschussregeln für Vereine

Lindhorst Fortan feste Zuschussregeln für Vereine

Der Finanzausschuss der Gemeinde Lindhorst hat sich zu den Zuschussregelungen der Kommune neu positioniert. Demnach soll ein Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 1997, wonach generell gar keine Zuschüsse an Vereine gezahlt werden sollten, gekippt werden.

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Die Trachtengruppe, die in 2011 ein großes Jubiläumsfest feierte, bekäme dafür nach der neuen Regelung 150 Euro an Zuschuss von der Gemeinde Lindhorst.

Quelle: pr

Lindhorst (gus). Anlass für das generelle Nein war die angespannte Haushaltslage der Gemeinde gewesen. Der Ausschuss plädierte für eine neue Grundsatzregelung. Diese sieht einen Zuschuss von 100 Euro für 50-jährige Jubiläen vor, 150 Euro für 75-jähriges Bestehen, 250 Euro für 100-Jahrfeiern und 250 Euro für alle folgenden Jubiläen ab 125 Jahren vor.

In der Vergangenheit hatte es regelmäßig Bitten von Vereinen um Zuschüsse zu Jubiläumsfeiern gegeben. In aller Regel schlugen die Politiker diese Wünsche nicht aus. Allerdings fielen die Summen wegen der fehlenden Vorgaben unterschiedlich hoch aus.

Es gab bei den entsprechenden Ratsdebatten auch Versuche, höhere Zuschüsse für bestimmte Vereine mit den jeweiligen Mitgliederzahlen zu rechtfertigen. Der TuS Jahn Lindhorst, der in 2010 seien 100-jähriges Bestehen feierte, ist der größte Verein in Lindhorst und hat derzeit knapp 800 Mitglieder. Der Männergesangverein und Gemischte Chor und die Trachtengruppe, die in 2010 und 2011 125 Jahre beziehungsweise 75 Jahre alt wurden, sind deutlich weniger mitgliederstark. Doch auch innerhalb der Vereine hatte es – meist hinter den Kulissen – immer wieder Animositäten wegen der ungleich hohen Bezuschussungen gegeben.

Doch diese Regelungsart war nach Worten des Finanzausschussvorsitzenden, Burkhard Pieper (CDU), wenig zielführend und vor allem schwammig. Die festen Sätze billigte der Finanzausschuss einstimmig und empfahl dem Gemeinderat einen positiven Beschluss. Es wurde auch formuliert, dass die Vereine die Zuschüsse beantragen müssen.

Dass es nun fortan nie wieder Zwist um Vereinszuwendungen geben wird, bezweifelte Horst Schimmelpfennig (SPD). Er wisse nicht `mal mehr, wie oft er als Ratsmitglied über dieses Thema bereits abgestimmt habe. „Wer weiß, wie lange das hier jetzt Bestand hat“, sagte Schimmelpfennig.

Der Gemeinderat Lindhorst entscheidet am Montag, 19. März, in einer öffentlichen Sitzung im Rathaus, Bahnhofstraße 55a, darüber. Beginn ist um 19 Uhr.

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