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Führerschein fürs Erste passé

Lindhorst / Prozess Führerschein fürs Erste passé

Das ging flott: Die Verhandlung um einen jungen Lindhorster, der bei einem gewagten Überholmanöver auf der K  30 einen schweren Verkehrsunfall verursacht hatte, hat am Montag ein schnelles Ende gefunden. Der Beklagte entschied sich spontan, seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurückzuziehen. Damit war der Prozess beendet, die fünf geladenen Zeugen verließen unverrichteter Dinge das Gerichtsgebäude.

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Von Kathrin Klette. Lindhorst/Stadthagen. Der Unfall ereignete sich im April dieses Jahres auf der Kreisstraße 30 zwischen Lindhorst und Sachsenhagen. Der 25-jährige Lindhorster war mit dem Auto in Richtung Sachsenhagen unterwegs, vor ihm ein Bus und ein weiterer Pkw, schilderte der Staatsanwalt den ermittelten Tathergang.

Obwohl er keine Einsicht in den Gegenverkehr hatte, so die Anklageschrift, wollte der junge Mann die vor ihm fahrenden Fahrzeuge überholen – wobei ihm prompt ein anderes Auto entgegenkam. Um einen Aufprall zu verhindern, versuchte der Lindhorster, noch vor dem Bus rechts einzuscheren, wobei er diesen rammte. Die entgegenkommende Fahrerin bremste scharf, wich zur Seite aus und prallte gegen einen Baum. Dabei erlitt sie einen Schock, ein Wirbelsäulen-Syndrom sowie mehrere Prellungen und Hämatome. Der Schaden an ihrem Auto belief sich auf 4000 Euro, der am Bus auf 2000 Euro.

Die Frage von Richter Kai Oliver Stumpe, ob der Angeklagte sich äußern wolle, bejahte dieser zunächst. Bevor er allerdings etwas sagen konnte, nahm der Richter ihm gleich den Wind aus den Segeln: „Das ist ein klassischer Fall von Fahrerlaubnisentzug.“ Der Angeklagte solle sich deshalb keine falschen Hoffnungen machen, aus dieser Sache irgendwie herauszukommen. Auf diese klaren Worte folgte eine kurze Besprechung zwischen dem Beklagten und seinem Anwalt – und das Ende der Verhandlung.

Nachdem der Beklagte seinen Einspruch zurückgenommen hat, fällt seine Strafe gemäß des ausgestellten Strafbefehls aus: 40 Tagessätze à 45 Euro, insgesamt also 1800 Euro sowie Führerscheinentzug. Dazu kommt eine Sperre von acht Monaten, erst nach dieser Frist kann der junge Mann einen Führerschein neu beantragen.

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