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Glück auf oder bergab?

Sorgen um Zukunft Glück auf oder bergab?

Beim Kultur-Förderverein Schaumburger Bergbau hängt der Haussegen schief. Der Verein betreibt im Hof Gümmer das Bergbau-Museum und hat das Café „Zum Pferdestall“ an Reinhard Falke und dessen Sohn Björn Falke, beides Mitglieder im Verein, vermietet.

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Der Kultur-Förderverein Schaumburger Bergbau in Lindhorst sorgt sich um die Zukunft.

Quelle: bab

Lindhorst. Bei der Jahresversammlung haben Falkes ihrem Unmut über die Arbeit des Vorstands Luft gemacht.

Wie berichtet war Reinhard Falke vor Kurzem bereits der Zuschussantrag (für Miete) des Vorstands an die Gemeinde Lindhorst sauer aufgestoßen, weil der Eindruck erweckt worden sei, der Verein habe ernsthafte Probleme. Für Falke basieren die Probleme des Vereins lediglich auf Alleingängen des Vorstands und fehlender Kommunikation mit den Mitgliedern.

Der Vorstand sieht das jedoch anders: Überalterung, Mitgliederschwund und Mangel an Helfern sowie Personen, die mit dem Bergbau noch etwas verbinden, zwingen demnach zum Handeln. „Wir sind vollständig überaltert“, meint Geschäftsführer Wilfried Pennekamp, „was haben wir für die Mitgliederwerbung nicht alles schon versucht. Die Leute haben kein Interesse.“

Für den Vorstand war dies Grund genug, eine Satzungsänderung auf die Tagesordnung der Jahresversammlung zu setzten, um den Vorstand zu verkleinern. „Es ist sehr schwer Leute zu motivieren“, sagte Erwin Martin, der als Vize-Vorsitzender die Versammlung für den erkrankten Gunter Ludewig leitete. Kassenwart Gerhard Werz mahnte die Wichtigkeit der Mitgliederwerbung auch mit Blick auf die Zukunft des Museum an: „Die Verantwortlichen sind schon in einem hohen Alter.“ Laut Werz hat der Verein zurzeit 50 Mitglieder.

Nach dem Vorschlag des Vorstandes soll die Geschäftsführerposition gestrichen werden. Zum geschäftsführenden Vorstand sollen künftig nur noch Vorsitzender, dessen Stellvertreter, Kassenwart und Schriftführer gehören. Museumsleiter, Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragter und bis zu drei Beisitzer sind für die erweiterte Riege vorgesehen.

„Ich bin total gegen die Satzungsänderung. Ich bin Gründungsmitglied und derjenige, der das hier ins Leben gerufen hat“, beschwerte sich Reinhard Falke. Für Fördermittelanträge, die Außenwirkung und Kontakte zu anderen Gruppen, Vereinen und Organisationen sei der Geschäftsführerposten wichtig. Der Vorstand habe gar nicht versucht, für Pennekamp einen Ersatz zu finden und wolle „ohne Not“ die Position einfach streichen.

Von den 17 stimmberechtigten Mitgliedern sprachen sich elf für die Satzungsänderung aus, drei dagegen und drei enthielten sich der Stimme. Der Vorstand lässt nun prüfen, ob dieses Quorum für die Änderung genügt.

Reinhard Falke bemängelte zudem die Protokollführung und die mangelnde Teilnahme des Vorstands am Stammtisch des Vereins. Björn Falke setzte noch einen drauf und nannte den Umgang des Vorstands mit ausgetretenen und ehemaligen Mitgliedern „erbärmlich“, weil deren Arbeit nicht gewürdigt werde.

Bei der Versammlung wählten die Mitglieder Martin Scheibe zum neuen Kassenwart. Für Schriftführerin Monika Insinger wurde kein Nachfolger gefunden. Falls die Satzungsänderung rechtmäßig ist, will sich der ausscheidende Geschäftsführer Pennekamp für den Posten anbieten.  bab

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