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Lindhorst Gutes Pflaster für Geflüchtete
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Gutes Pflaster für Geflüchtete
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00:26 30.03.2018
In Lindhorst fühlen sich Geflüchtete vor allem dank einer guten Infrastruktur wohl. Quelle: tro
Samtgemeinde Lindhorst

Flüchtlingssozialarbeiterin Garberding, die für die Arbeiterwohlfahrt (Awo) unter anderem in Lindhorst unterwegs ist, sagt: „In erster Linie sprechen wir hier von aktuell rund 100 Geflüchteten, die noch in Übergangswohnungen leben.“

 Garberding, die seit zwei Jahren in Lindhorst geflüchtete Menschen betreut, führt das vor allem auf eines zurück: „Die Infrastruktur ist so ausgebaut, dass alles auch ohne Auto zu bewältigen ist.“ Vor Ort fänden sich wichtige Einrichtungen wie Schulen, diverse Ärzte, Supermärkte und mehr. Zudem gebe es eine gute Anbindung an die S-Bahn sowie einige Busverbindungen.

 Die Verweildauer der Geflüchteten in der Samtgemeinde bringt aus Sicht der Sozialarbeiterin einen handfesten Vorteil mit sich: Dies führe zu einer besseren Integration vor Ort, sagt sie. Und davon profitieren letztlich sowohl Neuankömmlinge als auch Einheimische.

Verwandtschaft ausschlaggebend für Wohnortwahl

 Solle sich die Situation so weiterentwickeln, brauche es einen nächsten Schritt, so Garberding: „Wir würden uns mehr Arbeitsplätze wünschen, damit die anerkannten Geflüchteten hier auch einer beruflichen Tätigkeit nachgehen können“, sagt sie. Man sei sich aber auch im Klaren darüber, dass diese vor Ort ohnehin schon nur begrenzt vorhanden seien – und derzeit funktioniere es für die Betroffenen auch gut, zur Arbeit in die umliegenden Städte und Gemeinden zu fahren.

 Dafür fänden sie in Lindhorst zum Beispiel relativ viel günstigen Wohnraum. „Wenn sie anerkannt sind, schauen die Geflüchteten bei der Wahl ihres Wohnorts aber eher danach, wo die Verwandtschaft ist“, so Garberding. tro