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Hof Gümmer: Bisher nur reingebuttert

Gemeinderat ändert Nutzungsordnung Hof Gümmer: Bisher nur reingebuttert

Für das Dorfgemeinschaftshaus Hof Gümmer in Lindhorst soll unter anderem wegen der Finanzlage der Gemeinde in Zukunft Wirtschaftlichkeit angestrebt werden.

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Die Nutzungsordnung für das Dorfgemeinschaftshaus Hof Gümmer soll angepasst werden.

Quelle: kil

Lindhorst. Lindhorst. Der Rat der Gemeinde Lindhorst hat zugestimmt, dafür die Nutzungsordnung für die Immobilie anzupassen. Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, bis zum 30. November ein Vermarktungskonzept für das Gebäude auszuarbeiten.

Die Verwaltung hat die Zahlen aus den Betriebsergebnissen der vergangenen fünf Jahre vorgelegt. Aus diesen ist ersichtlich, dass seit 2010 jährlich fünfstellige Beträge in den Hof Gümmer gebuttert werden. Die Ausgaben sind teilweise doppelt so hoch wie die Erträge. Für 2015 rechnet die Verwaltung sogar mit einem Minus von 41 700 Euro. Die tatsächlichen Kosten für den Betrieb werden mit 81 400 Euro angegeben.

Der Stundensatz beispielsweise, der Nutzern des Gemeinschaftshauses für Servicepersonal und die Reinigung in Rechnung gestellt wird, lag bisher laut Kämmerer und Gemeindedirektor Jens Schwedhelm weit unter den tatsächlichen Tarifen, die die Gemeinde bezahlen muss. Deshalb zahlen Nutzer für Service künftig 20 Euro pro angefangener Stunde statt 11,50 Euro. 20 statt zehn Euro werden außerdem auch für die Reinigung von Versammlungsraum und Foyer pro angefangene Stunde fällig.

Des Weiteren hat der Rat die Nutzungsentgelte für Saal, Versammlungsraum, Theke, Küchenspülbereich und Außenanlage teilweise um ein Drittel, teilweise um die Hälfte für Vereine erhöht und manche Posten sogar verdoppelt. Der Saal soll beispielsweise 20 statt zehn Euro kosten. Für private Feiern waren die Gebühren ohnehin höher. Diese Nutzer zahlen beispielsweise 130 statt 100 Euro für den Saal.

Durch die Lohnanpassung sei eine Reduzierung des Fehlbetrages um 4000 Euro zu erreichen, nimmt die Verwaltung an. Voraussetzung sei, dass der Hof Gümmer im gleichen Maße genutzt werde wie bisher. Davon geht die Verwaltung zunächst aus, obwohl Politiker schon im Finanzausschuss auch Bedenken in diese Richtung geäußert hatten.

Ratsvorsitzender und Bürgermeister Hans-Otto Blume (SPD) sagte, die Änderung der Nutzungsordnung sei zunächst ein Teilschritt, um eine bessere Vermarktung zu erreichen. „Weitere Schritte müssen noch verhandelt werden.“ Das gilt wohl auch für die Verträge der Pächter von Museum und Café, nach denen Heinrich Widdel (CDU) fragte. „Es wird auch in dem Bereich untersucht werden müssen“, antwortete Schwedhelm, „gegebenenfalls müssen auch Miet- und Pachtverträge angepasst werde“.

Der Vorsitzende des Kultur-Fördervereins Schaumburger Bergbau, Gunter Ludewig, hatte im Finanzausschuss allerdings erneut seine Bedenken vorgebracht. Der Verein hat den Trakt mit dem Museum gepachtet. „Ich habe arge Bedenken, dass wir finanziell aus der Geschichte rauskommen“, hatte Ludewig im Ausschuss gesagt. Zurzeit gebe es wenig Besucher und Einnahmen.  bab

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