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Hof Gümmer: Mieter uneins

Bergbaumuseum Hof Gümmer: Mieter uneins

Die Betreiber des Museums und des Cafés Zum Pferdestall im Hof Gümmer sind offensichtlich unterschiedlicher Ansicht über die Einschätzung der Finanzlage.

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Lindhorst. Beide Objekte hat der Förderverein Schaumburger Bergbau gemietet und wie berichtet vergeblich um Minderung der Zahlungen bei der Gemeinde angefragt. Vorsitzender Gunter Ludewig hat die Entscheidung des Lindhorster Rates bedauert, während der Cafébetreiber Reinhard Falke den Vorstoß nicht versteht.

 
„Der Antrag war völlig unnötig.“ sagt Falke, der selbst Vereinsmitglied und sogar Kassenprüfer ist. „Da ich Kassenprüfer bin, kann ich sagen, dass ich nicht erkennen kann, dass der Verein nicht zurechtkommt“, hält Falke die Lage für völlig stabil. Außerdem wundert sich der Gastronom, dass der Vorstand im Alleingang gehandelt hat. „Der Vorstand ist nie an mich herangetreten.“ Ludewig bestätigt dies. Man habe zwar schon überlegt, den Kostenbeitrag des Cafés zu erhöhen, die Verträge, die 2006 auf 20 Jahre abgeschlossen worden seien, ließen dies aber nicht zu. So sehe er nun nur die Möglichkeit, sich an die Schaumburger Landschaft zu wenden, um von dort vielleicht Unterstützung zu bekommen.

 
„Man hätte ja mal gemeinsam sprechen können“, reagiert Falke mit Unverständnis darauf, dass der Vorstand die finanzielle Situation des Vereins so schwarz malt. Ludewig hingegen sieht die Felle dahinschwimmen. „Dieses Jahr hatten wir nur fünf oder sechs Gruppen, die das Museum besucht haben“, klagt er. „Die Jahre davor hatten wir Stress ohne Ende.“ Es sei „lächerlich“, was in den Spendendosen zu finden sei, wenn einzelne Gäste sich einmal ins Museum verirren. Ludewig macht auch die reduzierten Öffnungszeiten des Cafés dafür verantwortlich. Früher sei nahezu die ganze Woche geöffnet gewesen, jetzt sei nur noch Donnerstag bis Sonntag Betrieb. Darunter leide auch die Frequenz im Museum.

 
„Da gibt es doch andere Möglichkeiten Geld zu erwirtschaften“, wenn es wirklich irgendwo mangele, meint Falke, dem es zudem nicht passt, dass immer nur der Vorstand agiert. Er habe mehrmals vorgeschlagen, Mitgliederversammlungen zusätzlich zur Jahresversammlung einzuberufen. Da hätten die Mitglieder solche Dinge klären können. Zumal sich Verein und Cafébetreiber die monatlichen Kosten von rund 300 Euro teilen.

 
Die geringe Miete für das Café ergebe sich daraus, dass Verpflichtungen den Lindhorster Vereinen gegenüber bestehen, sagt Falke. Moderate Preise, unentgeltliche Überlassung der Räume und der Verzehr von mitgebrachten Speisen, dies alles sei zur Unterstützung der Vereinspflege vereinbart worden. Zudem gibt Falke an, in den Ausbau nicht nur ehrenamtliche Arbeit sondern auch eigenes Geld investiert zu haben. „Das Museum ist mein Herzblut“, sagt Falke.  bab

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