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K 30-Sanierung wirft Schatten voraus

Lindhorst / K 30 K 30-Sanierung wirft Schatten voraus

Die Sanierung der Bahnhofstraße kommt die Samtgemeinde Lindhorst teuer zu stehen, obwohl das Vorhaben eigentlich Sache des Landkreises ist. Weil aber die Kommune das Kanalnetz bei der Gelegenheit sanieren muss, sind in 2011 Ausgaben von fast 800 000 Euro nötig.

Lindhorst (gus). Voraussichtlich 260 000 Euro muss die Samtgemeinde Lindhorst für die Arbeiten am Schmutzwasserkanal im Zuge der K 30-Sanierung bezahlen. Etwa 65 000 Euro nimmt die Kommune aus Beiträgen der Grundstückseigentümer wieder ein. Noch teurer werden die Arbeiten am Regenwasserkanal, die mit fast einer halben Million Euro zu Buche schlagen. 87 000 Euro werden in diesem Fall auf die Grundstücksbesitzer „umgelegt“. 78 000 Euro stehen an Zuschüssen vom Land Niedersachsen in Aussicht.

35 000 Euro sind für das Erstellen eines Kanalkatasters im Bereich Beckedorf nötig. Die Samtgemeinde, Eigentümer des Klärwerks, ist dazu verpflichtet. Das Aufteilen in unterschiedliche Abschnitte soll die Auswirkungen auf die Haushalte abmildern. Die Kosten für die komplette Samtgemeinde würden bis zu 150 000 Euro betragen.

Für die neu zu bauenden Feuerwehrgerätehäuser Heuerßen und Lüdersfeld sind noch keine Baukosten in den Haushalt 2011 eingestellt worden. Beide Vorhaben befinden sich noch in den Anfängen der Planungsphase. Die Planungskosten sind mit zweimal 20 000 Euro im Etatentwurf berücksichtigt worden. Grundstückskäufe sind nicht notwendig. Busche erklärte auf Nachfrage Ralf Duhnsens, dass in Heuerßen ein Erbpachtgrundstück im Gespräch ist und auch für Lüdersfeld kein Grundstückskauf in Frage kommt. Dies wäre im Fall des Falles Sache der Gemeinde Lüdersfeld.

Ansonsten muss jede Menge „Kleinkram“ umgesetzt werden. Im Rathaus sind beispielsweise für 2000 Euro sogenannte Panikschlösser einzubauen. Mehrere Pumpen im Kanalnetz und im Schwimmbad sind zu reparieren. Hinzu kommen jede Menge Instandsetzungsarbeiten und Posten für mögliche unvorhersehbare Reparaturen.

Der Bauausschuss hat sich zunächst nur mit den diesem Fachbereich zuzuordnenden Ausgaben im Haushalt 2011 der Kommune befasst. Das gesamte Zahlenwerk wird vom Samtgemeinderat verabschiedet. Allerdings wagte die Verwaltungsspitze bereits einen Ausblick auf ein schwieriges Jahr. Hohe Kreditaufnahme sind für den Ausgleich des Haushalts 2011 nötig. Diese Botschaft hat Verwaltungschef Gerd Busche den Etatgesprächen vorangestellt. Rund 850000 Euro umfassen die Kredite laut Haushaltsentwurf. „Aber es sind rentierliche Schulden“, so Busche mit Blick unter anderem auf die Erneuerung der Leitungsrohre unter der Bahnhofstraße.

Möglicherweise muss die Kommune die Samtgemeindeumlage anheben. Dies schickte Kämmerer Jens Schwedhelm voraus. Dann dürfte es zu einer regen politischen Diskussion kommen. Denn die Räte der vier Mitgliedsgemeinden hatten bereits in der Vergangenheit keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegen eine höhere Umlage gemacht.

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