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Katzenbabys allein gelassen

Rettungsaktion Katzenbabys allein gelassen

Das Schicksal einer Katzenmutter und ihrer Babys hat am Montag für Aufregung an der Lindhorster Glück-Auf-Straße gesorgt. Ein besorgter Anwohner alarmierte gegen 15.30 Uhr die Polizei, weil eine schwarz-weiße Katze auf dem Fensterbrett im ersten Stock eines Mietshauses gefangen war.

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Die Katzenbabys müssen auf ihre Mutter verzichten, die stundenlang auf dem Fensterbrett ausharrt. Der Versuch eines Nachbarn, den Vierbeiner mit einer Art Leiter nach unten zu locken, bleibt erfolglos.

Quelle: pr.

Lindhorst. Der Polizei bot sich bei der Ankunft eine herzzerreißende Szene: Auf der anderen Seite der Fensterscheibe, im Wohnungsinneren, befanden sich sechs Katzenbabys. Die Tierhalterin war nicht zu Hause.

 Mindestens einen Tag lang, berichtet die Polizei, habe der Anwohner die europäische Kurzhaarkatze beobachtet, wie sie miauend und hilflos auf der Fensterbank zu ihren Kindern durch die Scheibe blickte. Sein Versuch, die Katze zu retten, blieb erfolglos. Aus Dachlatten hatte der Anwohner eine Art Leiter gebaut, an dessen Ende ein Futternapf befestigt war – in der Hoffnung, der Vierbeiner würde dadurch den Weg nach unten finden. Doch die Katze hatte nur Augen für ihre Kleinen.

 Die Polizei verschaffte sich mithilfe eines Schlüsseldienstes Zugang zur Wohnung, in der sie sechs Katzenbabys (vier männlich, zwei weiblich), die noch gesäugt werden, vorfand.

 Auch der Tierschutzverein Stadthagen wurde von der Polizei informiert. Tierheimleiterin Kerstin Kassner ist entsetzt über die Zustände in der Wohnung: Das Katzenklo sei übergelaufen, Futter- und Wassernäpfe seien leer gewesen. Die Mutter und ihre Babys sind jetzt im Tierheim untergebracht. Während die Kleinen wohlauf sind und regen Appetit zeigen, geht es dem rund einjährigen Muttertier nicht so gut. Sie nimmt ihre Kinder nicht mehr an und drescht sogar auf sie ein. Weil sie die Babys seit mehreren Tagen nicht mehr säugen konnte, leidet sie unter einem Milchstau, der nun medikamentös behandelt wird.

 Wie Kassner erzählt, habe sich die Besitzerin der Katzen noch am Montagabend im Tierheim gemeldet und die Mitarbeiter beschuldigt, ihre Katzen gestohlen zu haben. Dabei sei sie doch nur vier Tage weg gewesen, habe sie Kassner erzählt. Katzenbabys bekämen ihre Vierbeiner dreimal im Jahr – weil die sich so gut verkauften, berichtet Kassner empört von ihrem Gespräch mit der Tierhalterin. Offenbar habe diese beim Verlassen der Wohnung die Fenster auf Kipp gelassen. Das könnte erklären, wie sich die Katze ausgesperrt hat.

 Die Polizei hat gegen die Halterin ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Tierschutzverordnung eingeleitet. kil

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Die sechs Katzenbabys und ihre Mutter, die am 3. November in die Obhut des Tierheims gegeben wurden, sollen nach Angaben des Kreisveterinäramtes wieder zurück zu ihrer Besitzerin kommen.

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