Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Kaum Aussicht auf Wochenmarkt

Kaufkraft reicht nicht aus Kaum Aussicht auf Wochenmarkt

Das Thema Wochenmarkt scheint in Lindhorst vom Tisch zu sein. Wie vom Handel- und Gewerbeverein (HGV) kürzlich zu hören war, hat es seit dem vergangenen Gespräch mit der Markt-Gilde 2014 keine Rückmeldung mehr von den Beschickern gegeben.

Voriger Artikel
Tempo 30 in der Westsiedlung
Nächster Artikel
800 Jahre Kobbensen

Politiker und Händler wollen mit einem Wochenmarkt keine Konkurrenz zu den Lebensmittelhändlern vor Ort schaffen.

Quelle: dpa

Lindhorst. Lindhorst. Auch aus den Reihen der Politiker gibt es keine Bestrebungen, das Thema voranzubringen. Der allgemeine Tenor: Ein Markt wäre zwar nett, es gibt aber dringendere Anliegen.

In den Neunzigern hat es schon mal einen Wochenmarkt in Lindhorst gegeben, berichtet Jens Schwedhelm, Gemeindedirektor. Aufgrund mangelnder Kunden hat sich dieser aber bereits nach wenigen Monaten wieder aufgelöst. Vor rund zwei Jahren hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover in einer Studie die Probleme und Herausforderungen von sechs Grundzentren – darunter auch Lindhorst – untersucht. Mit der Empfehlung, einen Wochenmarkt einzurichten und damit einen Ortsmittelpunkt zu etablieren, da sich die Einzelhandelsangebote an der Bahnhofstraße auf einer relativ großen Länge erstrecken.

Später wurde diese Option politisch diskutiert. Die Fraktionen teilten aber im Großen und Ganzen die kritische Einschätzung des HGV, dass ein Wochenmarkt nicht in Konkurrenz zu den Anbietern vor Ort stehen dürfe. Diese Bedenken wurden an die Markt-Gilde herangetragen, die sich seitdem nicht wieder zurückgemeldet hat. Schwedhelm hält es zwar nicht für ausgeschlossen, dass es irgendwann wieder einen Markt geben wird. Seiner Einschätzung nach wird sich da vorerst aber nichts tun.

Für die SPD ist das Thema nicht dringlich. „Auf keinen Fall wollen wir gegen die Bedenken des HGV etwas machen“, sagt Horst Schimmelpfennig, SPD-Vorsitzender. Er ist skeptisch, ob der Kundenstamm im Ort ausreichen würde, um einen Markt zu beleben. Schließlich gibt es schon dreimal in der Woche einen Markt in Stadthagen. Was er sich vorstellen könnte, wäre, einmal in der Woche ein paar Marktstände mit Spezialitäten zu installieren – einen Fischwagen oder besondere Wurstwaren, die vor Ort nicht angeboten werden. Auch den lokalen Hofladen Brunkhorst könnte man integrieren.

Für „überhaupt nicht dringlich“ hält CDU-Vorsitzender Manfred Richter einen Markt. „Ich weiß nicht, ob sich das verwirklichen ließe“, zweifelt er. Man müsse zuerst an die vorhandenen Geschäfte denken. Seiner Meinung nach ist die Versorgung mit Lebensmitteln, vom Bäcker über den Fleischer bis zum Blumenladen, so gut wie lückenlos vorhanden.

Kaum anders beurteilt Stefanie Sonnekalb-Unruh (Grüne) die Sache. Sie habe einen Markt zwar immer als „eine nette Anlaufstelle“ gesehen, dennoch seien sich alle einig, dass das Markt-Modell aufgrund der mangelnden Kaufkraft wohl nicht umsetzbar wäre. kil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg