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Keine Hoffnung mehr

Ukrainerin muss in ihre Heimat zurück Keine Hoffnung mehr

Die Mühe der vergangenen Wochen war umsonst: Alle Bestrebungen der Ukrainerin Natascha Dotsenko, eine Aufenthaltserlaubnis oder Duldung in Deutschland zu erhalten, sind gescheitert.

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Natascha Dotsenko

Quelle: pr.

Lindhorst. In wenigen Tage steht der 28-Jährigen die Ausreise bevor. Dabei hatte es kurze Zeit wieder Hoffnung gegeben.

 Wie berichtet, hatte das ehemalige Au-pair-Mädchen der Familie Bode versucht, nach Ablauf der Au-pair-Zeit in Lindhorst zu bleiben und zu arbeiten. Große Unterstützung bekam sie von Antje und Jörg Bode, die sie bei Behördengängen und sogar mit einem Anwalt unterstützten – vergeblich. Dabei, berichten Bode und Dotsenko, sah es Mitte Oktober plötzlich so aus, als würde die 28-Jährige doch noch so lange bleiben können, bis sich die Lage in ihrer Heimatstadt Donezk wieder vollständig beruhigt hat. „Der Sachbearbeiter hatte gewechselt und plötzlich war es kein Problem mehr, die Fiktionsbescheinigung zu verlängern“, sagt Bode. Drei Tage später kam dann ein Schreiben der Ausländerbehörde: Dotsenko muss ausreisen. Denn die Ostukraine ist kein Kriegsland mehr. Die Enttäuschung bei der 28-Jährigen ist groß. Das Hin und Her habe zu viel Energie und Nerven gekostet. Zu Hause in Donezk habe sie keine Perspektive. Ihre Familie sei zum Teil bereits aus der Ukraine geflohen, die Schule, an der sie unterrichtet hatte, sei zerstört.

 Von Kreisdezernentin Ursula Müller-Krahtz heißt es: Weder eine Aufenthaltserlaubnis für ein Studium noch für eine Beschäftigung sei möglich. Ob zum Beispiel humanitäre Gründe in Betracht kämen, musste zu Beginn noch geprüft werden. Am 24. Oktober teilte das Innenministerium dann mit, dass nach dortiger Auffassung die Situation in der Ukraine nicht generell die Erteilung eines Aufenthaltstitels aus humanitären Gründen rechtfertige. Daraufhin habe das Amt Ende Oktober die Aufenthaltserlaubnis abgelehnt, verbunden mit der Aufforderung zur Ausreise innerhalb von 30 Tagen, sagt Müller-Krahtz.

 Und die Ausreise, erklärt Bode, sei vor Tagen schon vorbereitet gewesen: Mit dem Bus über Polen wollte Dotsenko in die Ukraine fahren. Dass dafür ein Transit-Visum nötig sei, habe der Sachbearbeiter bei der Auslandsbehörde aber erst mitgeteilt, nachdem er die Fiktionsbescheinigung schon zerschnitten hatte.

 Und ohne diese sei es schwierig, das Visum für Polen zu bekommen. Bode zufolge passt das ins Gesamtbild. Sie hat das Gefühl, dass hier nicht objektiv entschieden werde, und spricht von Schikane. Beratende Informationen, wie die Notwendigkeit eines Transit-Visums, hätten sie von der Behörde zu keiner Zeit erhalten.

 Und auch Dotsenko ist wütend: Erst darf sie nicht bleiben. Und jetzt lege ihr man auch noch bei der Ausreise Steine in den Weg. kil

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