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Kindergarten bringt Lindhorst in Schieflage

Hinse sieht Landkreis in der Pflicht Kindergarten bringt Lindhorst in Schieflage

Der Grünen-Ratsherr Matthias Hinse fühlt sich beim Thema Kindergarten von Land und Landkreis allein gelassen, wie er in einer Pressemitteilung deutlich macht.

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Lindhorst. Nicht nur das Personal stoße an seine Grenzen, auch die Kosten der Kindertagesstätte würden den Haushalt der Gemeinde in Schieflage bringen. Das Defizit im Kiga betrage mehr als 370 000 Euro und Sanierungsarbeiten am 50 Jahre alten Gebäude würden „einiges kosten“.

Hinse sieht hier Land und Landkreis in der Pflicht. Das Personal „sei schlichtweg überfordert“, meint er, und schildert: Bei einer Belegung von 89 Kindern, seien zehn Flüchtlingskinder, zwei aus dem europäischen Ausland, 17 mit Migrationshintergrund und elf mit zusätzlichem Förderbedarf – „fast jedes zweite Kind braucht spezielle Aufmerksamkeit“. Da passt es laut Hinse nicht ins Bild, dass die Sprachförderung ausläuft.

Weiter schreibt er: „Die schwierige Haushaltslage hat den geplanten Krippenanbau schon auf Eis gelegt, die Lage scheint aussichtslos, zumal man Gespräche mit dem Landkreis gesucht hatte.“ Die Lenkungsgruppe Kindergarten habe kürzlich den Landkreis um ein Gespräch gebeten. Dieser Bitte sei der Landkreis aber nicht nachgekommen. Dabei, meint der Grünen-Politiker, sei der Landkreis für die Aufgaben der Jugendhilfe/Kindergarten zuständig. Es gebe aber eine Vereinbarung zwischen Gemeinde und Landkreis, nach der man diese Zuständigkeit in die Hände der Gemeinde gegeben habe. „Vereinbarungen kann man auch kündigen“, mahnt Hinse.
Zum generellen Problem der „Unterfinanzierung der Kommunen“ habe er kürzlich an die Landtagsfraktion der Grünen geschrieben, um über den „Kommunalen Haushalt“ zu diskutieren – bislang ohne Antwort.  kil

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