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Kindern eine Lobby geben

Kindern eine Lobby geben

Die Gemeinde Lindhorst hat seit dem 19. März laut Ratsbeschluss einen Kinderbeauftragten. Den ersten im Landkreis. Doch welche Funktion hat dieser Beauftragte eigentlich genau? Die SN haben Matthias Hinse, der die Aufgabe übernimmt, zu dem Thema befragt.

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Matthias Hinse will künftig der Lobbyist der Kinder im Lindhorster Gemeinderat sein.

Quelle: gus

Lindhorst (gus). Hinse ist Mitglieder der Grünen-Fraktion und hatte für den Posten aus eigenem Antrieb kandidiert. Wobei er betont, dass der Kinderbeauftragte nicht unbedingt an seine Person geknüpft sein soll, es wäre sinnvoll, wenn jemand anderes ihn irgendwann ablöst. Für diese Ratsperiode heißt der Kinderbeauftragte allerdings Hinse.

Und der sieht sich vor allem als direktes Bindeglied zwischen Gemeinderat und Bürgern, die ein mit Kindern und Jugendlichen verknüpftes Thema aufs Tapet bringen wollen. Häufig sei er in der Vergangenheit von Eltern angesprochen worden, die beispielsweise auf Gefahrenpunkte an Schulwegen oder Schmutzecken auf Spielplätzen aufmerksam machen wollten.

Nur sei Hinse damals kein Ratsherr gewesen, sein Hinweis an die Fragesteller: „Wendet Euch an die Verwaltung oder an den Rat.“ Doch die Erfahrung des Grünen-Politikers ist, dass dies in den seltensten Fällen getan wird.

Deshalb will er nun, da er Ratsmitglied ist, nicht mehr auf gelegentliche Fragen zu bestimmten Themen warten, sondern mit der offiziellen Funktion des Kinderbeauftragten einen Ansprechpartner etablieren, damit alle, die ein entsprechendes Problem haben, wissen, an wen sie sich wenden können. Eine Einzelperson soll die Hemmschwelle senken, denn ein vielköpfiges Gremium zu adressieren, schrecke möglicherweise manche ab.

Zu den Themenfeldern gehören Kinderbetreuung, Verbesserungsideen zu Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, das Bildungspaket des Bundes sowie die Hilfsfonds der Bürgerinitiative „Wir für soziale Gerechtigkeit“. Deren Sprecher bleibt Hinse nämlich. Und seine Tätigkeit in dieser Funktion hat ihn nach eigenen Worten auch für den Kinderbeauftragten prädestiniert.

Hinse verfügt über ein gutes Netzwerk vor Ort und darüber hinaus. An der Magister-Nothold-Schule steht der Grünen-Ratsherr beispielsweise in engem Kontakt mit Schulsozialarbeiterin Birgit Schukowski und Lehrer Dietmar Buchholz, der den Schulsozialfonds betreut, den „Wir“ mit Geld füttert.

Wer sich mit Matthias Hinse über Kinder- und Jugendthemen austauschen will, kann sich per E-Mail an matthiashinse@arcor.de und unter Telefon 0170-9518643 an den Kinderbeauftragten wenden.

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