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Kita-Neubau für Lindhorst

Jugendausschuss Kita-Neubau für Lindhorst

Nach mehr als zehn Jahren Ringen um die beste Lösung für die Zukunft der Kinderbetreuung in der Gemeinde Lindhorst haben die Politiker jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Der Kindergarten- und Jugendausschuss hat bei einer Gegenstimme den Neubau eines Kindergartens für die Gemeinde Lindhorst empfohlen.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Lindhorst. Ein Krippenanbau am alten Gebäude würde den Bedarf nicht decken. Trotz „Bauchschmerzen“ bei einigen Politikern und der nötigen Haushaltskonsolidierung soll die Gemeinde 2,4 Millionen Euro investieren, um eine Kindertagesstätte für vier Regelgruppen und zwei Krippengruppen zu bauen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Die derzeitige Immobilie, die 1958 erbaut wurde, soll veräußert werden.

„Das ist die schwerste Entscheidung für mich, seit ich im Rat bin“, gab Stefanie Sonnekalb-Unruh (Bündnis90/Die Grünen) unumwunden zu. Nicht die Investition bewog sie, gegen einen Neubau zu stimmen, vor allem die Folgekosten machen der Ratsfrau „Bauchschmerzen“. Mit dem Neubau sollen zusätzlich zu den derzeit bestehenden vier Regelgruppen zwei Krippengruppen eingerichtet werden, was auch weitere Erzieher und somit höhere jährliche Personalkosten erfordert. „Von den Finanzen her bricht uns das das Genick“, glaubt Sonnekalb-Unruh.

"Kommunen mit Kosten alleine gelassen"

„Mindestens ein blaues Auge kriegen wir“, meint auch der fraktionslose Ratsherr Matthias Hinse (Bündnis90/Die Grünen). „Wenn uns da niemand hilft, fahren wir finanziell gegen die Wand.“ Auch für ihn sei das die „schwerste Entscheidung“ bisher, aber nichts machen sei keine Alternative. „Auf Bundes- und Landesebene feiern sie ihre Überschüsse, statt anderen etwas an die Hand zu geben“, kritisierte er erneut die Gesetzgeber, welche den Kommunen zwar Auflagen erteilten, sie dann aber mit den Kosten alleine ließen.

Zwiespältig war für Sven Unruh (CDU) die Entscheidung. Einerseits wolle er das Ende des „Kindergartentourismus“ in der Samtgemeinde und einen attraktives Angebot für die Lindhorster Familien, andererseits mache er sich auch Sorgen um die laufenden Kosten.

Diverse Versuche seit 2006

Die Vorsitzende des Ausschusses, Cerstin Bayer (SPD), gab den Vorsitz kurz ab, um ihre Sicht darzulegen. „Seit 2006 reden wir über Kindergarten und Krippe, irgendwo ist mal ein Ende“, erinnerte sie wie zuvor Gemeindedirektor Jens Schwedhelm und ihre Vorredner an die diversen Versuche, die Kinderbetreuung innerhalb der Samtgemeinde auf neue Füße zu stellen. „Es ist schade, aber der Zug ist abgefahren“, bedauerte Bayer. „Ich bin glücklich, dass der Punkt gekommen ist, an dem wir eine Lösung haben.“ Für Bayer ist die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt gekommen, denn die Zinsen seien niedrig, es gebe finanzielle Förderung für den Bau und in der Neuausrichtung stecke eine Chance.

Noch hat die Gemeinde Lindhorst die Hoffnung auf finanzielle Unterstützung nicht aufgegeben. Wie Schwedhelm erläuterte, habe es wegen der Betreuungskosten ein Treffen der Hauptverwaltungsbeamten beim Landkreis gegeben. Dieser werde nun eine Resolution ausarbeiten, mit der beim Land Niedersachsen um Unterstützung für die Lösung dieser Probleme gebeten werden soll. Der genaue Inhalt sei noch nicht bekannt. bab

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