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Lindhorst „Konstruktiv“, aber keine Einigkeit
Schaumburg Lindhorst Lindhorst „Konstruktiv“, aber keine Einigkeit
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06:16 16.04.2012
Quelle: Archiv
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Lindhorst/Beckedorf (kil, par)

„Recht sachlich und informativ“, beurteilt Matthias Hinse (Grüne) die Veranstaltung. Während der finanzielle Aspekt nur ein „Nebenkriegsschauplatz“ gewesen sei, habe die Sicht der Pädagogen im Zentrum gestanden. „Es ist klar geworden, dass den Pädagogen die Kraft fehlt.“ Die Luft scheine raus aus der Debatte. „Ich habe auf Alternativen gewartet.“ Stattdessen habe es nur die Forderung nach einer Schließung oder die Devise „Alles bleibt wie gehabt“ gegeben. Insgesamt habe die Klausur einen sachlichen Überblick verschafft. Sticheleien habe es nur „unter dem Tisch“ gegeben.
Hans Bielefeld (WGS/WIR) wollte sich vor der Gruppenberatung nicht konkret äußern, bezeichnete die Klausur aber als „konstruktiv“. „Hochinteressant“ sei die Sicht der Lehrer gewesen. „Von Einigkeit ist noch keine Spur“, da habe die Tagung nichts verändert.
Jörg Windheim, Mitglied der CDU-Fraktion und Beckedorfer Gemeinderatsherr, bewertet das Vorgetragene bei der Klausur als „ergebnisoffen“. Er wolle zum jetzigen Zeitpunkt keine inhaltliche Stellungnahme abgeben. Das Gesagte werde in den Fraktionen beraten und am 23. April im Schulausschuss diskutiert. Man werde sehen, was dabei herauskommt. Windheim missfällt allerdings, dass die ganze Debatte Unruhe ausgelöst hat an der Grundschule Beckedorf. Speziell die Eltern des kommenden Grundschuljahrgangs seien betroffen.
Nicht zu erreichen war SPD-Fraktionssprecher Heinz- Dieter Lauenstein, der sich im Urlaub befindet. Deshalb konnte er auch nicht an der Klausur teilnehmen. Auch Lindhorsts Bürgermeister Hans-Otto Blume (SPD) konnte den Termin nicht wahrnehmen. Einer Meinung sind Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther (SPD) und der Schulausschussvorsitzende, Günter Kasulke (Grüne), über den Tenor der Klausur. Objektive Beobachter müssten demnach zu dem Ergebnis kommen, dass eine schrittweise Abschulung der Außenstelle der richtige Weg ist.
Ob dies am Schluss auch der Rat so entscheidet, sei indes offen. Grundsätzlich sind Kasulke und Günther froh, dass einmal sachlich und detailliert über die Situation beraten wurde und dass alle zu Wort gekommen seien, die dies gewünscht hatten.

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