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Krippe: Noch ein Arbeitskreis

Kinderbetreuung Krippe: Noch ein Arbeitskreis

Der Beschluss des Gemeinderates, eine Krippengruppe in Lindhorst zu eröffnen, steht. Nur über das Wie können die Politiker nicht entscheiden.

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Der Umbau des Kigas würde rund 200 000 Euro kosten.

Quelle: kil

Lindhorst. Bei der gemeinsamen Sitzung von Bau-, Umwelt- und Sportausschuss mit dem Kindergarten- und Jugendausschuss hat Architekt Uwe Teuteberg aus Bad Nenndorf zwei Umbauvarianten für einen Anbau am Kindergarten vorgestellt, die Platz für eine Krippe schaffen würden.

 Dafür würde einer der derzeitigen Gruppenräume wegfallen. Die Pläne wurden zur Kenntnis genommen, die Politiker wollen sich aber in einer Arbeitsgruppe „selbst noch ein Bild machen“.

 Die Zahlen der potenziellen Kindergartenkinder in der Gemeinde Lindhorst sinken. Von 100 Plätzen in der Einrichtung am Grünen Weg sind lediglich 79 Plätze besetzt, wie Gemeindedirektor Jens Schwedhelm und Kindergartenleiterin Rita Lahmann berichteten. Die Verwaltung geht davon aus, dass zum Kita-Jahr 2015/2016 nur 65 Kinder angemeldet werden. Im August kommen laut Lahmann 46 Kinder zur Schule. Dem gegenüber stehen elf Neuanmeldungen. „Das ist schwierig zu prognostizieren“, sagte Lahmann über die künftige Auslastung. Sie rechne jedoch damit, dass mindestens 22 Plätze, also eine komplette Gruppe, im kommenden Jahr nicht belegt werden.

 „Ich glaube, dass wir den Kindergarten brauchen werden – auch in der Größe“, geht SPD-Ratsfrau Cerstin Bayer hingegen von einem Strukturwandel in der Bevölkerung aus. In ihrer Prognose gibt es wieder mehr Kinder, weil die Siedlungshäuser von der nächsten Generation übernommen werden und auch das Baugebiet „ist vollgelaufen“.

 Ganz anders betrachtet Matthias Hinse (Bündnis90/Die Grünen) die Lage. „Ich bin in die Einrichtungen in der Samtgemeinde gefahren“, berichtet er von Besuchen in Kindergärten der Mitgliedsgemeinden. „Es sieht heute schon so aus, dass die ihre Plätze nicht voll kriegen.“ Es versetze „alle in Angst“, dass in Lindhorst ein weiteres Angebot geschaffen werde. „Ich wage zu bezweifeln, dass die Krippenplätze immer belegt würden“, meinte Manfred Richter (CDU), der nicht einsieht, Geld auszugeben, wenn es nicht erforderlich ist. Die Kosten des Umbaus hat die Verwaltung auf rund 205000 Euro beziffert.

 Hans-Otto Blume (SPD) erinnerte daran, dass die Mitgliedsgemeinden eine Kooperation unter Samtgemeindeträgerschaft abgelehnt haben. So sei auch, wenn von dort Widerstand komme, Lindhorst in der Pflicht, eine Krippe vorzuhalten. Heinz-Dieter Lauenstein wandte ein, dass immer noch die Entscheidung der Samtgemeinde ausstehe, die Lindhorster Kita zu übernehmen, was eine Entscheidung erschwere.

 Bayer schlug die Bildung eines Arbeitskreises vor. Das habe sich ja beim letzten Mal bewährt, verwies sie auf das Vorgehen bei den Spielplätzen. Beide Ausschüsse stimmten zu. Das Geld für den Krippenbau wurde im Haushalt belassen. Für den Brandschutz in der Kita müssen davon ohnehin 35000 Euro investiert werden. bab

 Der Umbau des Kigas würde rund 200000 Euro kosten.kil

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Verwaltung hält Umbau für sinnvoll

Der Haushaltsplan der Gemeinde Lindhorst ist wie in den Ausschüssen besprochen verabschiedet worden. Auch der Rat hat dafür gestimmt, den Betrag für die Einrichtung einer Krippe im Haushalt zu belassen. Die Arbeitsgruppe, die eine Variante zum Krippenbau ausloten soll, ist ebenfalls gebildet worden.

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