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Lindhorst wehrt sich mit Stellungnahme gegen F-Plan

„Umzingelt“ von Windenergiezonen Lindhorst wehrt sich mit Stellungnahme gegen F-Plan

Die Gemeinde Lindhorst fühlt sich angesichts der siebten Änderung des Flächennutzungsplanes (F-Plan) der Samtgemeinde „umzingelt“ von Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen. Deshalb hat sie für ihre Stellungnahme zum F-Plan die Gremien einberufen.

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Lindhorst. Die Politiker mokieren sich insbesondere über die Abstände zwischen den jeweiligen Konzentrationsflächen untereinander und die Abstände zurWohnbebauung.
Besonders die Ausweisung eines Gebietes südöstlich von Ottensen und die Fläche, die am Lohhof (Heuerßen) entstehen soll, stören die Lindhorster. In der Beschlussvorlage, die dem Bau-, Umwelt- und Sportausschuss zur Abstimmung vorgelegt wurde, ist von „Umzingelung“ Lindhorsts die Rede. Der Bauausschuss stimmte bei einer Enthaltung für die Beschlussempfehlung zur Stellungnahme.
Demnach beharrt Lindhorst auf der Einhaltung des Fünf-Kilometer-Abstandes zwischen zwei Vorranggebieten, der sowohl vom Niedersächsischen Landkreistag als auch vomMinisterium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz empfohlen worden sei, um zu vermeiden, dass die landschaftliche Kulisse in hoher Dichte durch Windenergieanlagen verstellt wird. Dies betrifft auch Flächen, die in den Nachbarkommunen ausgewiesen wurden. Im F-Plan-Entwurf werde „allen Konzentrationsflächen bescheinigt, dass der empfohlene 5-km-Abstand zwischen zwei Standorten von keiner Fläche eingehalten wird“, heißt es in der Erklärung zum Beschlussvorschlag.
Es ist angedacht, die Einkreisung Lindhorsts durch die Neuausweisung von Vorrangflächen zu vermeiden und die Abstandsradien zur Wohnbebauung von 900 Metern zu erhöhen. Im Genehmigungsverfahren sollen zudem artenschutzrechtliche Konflikte durch die Anordnung geeigneter Maßnahmen vermieden werden.
Der Abstand der Wohnbebauung zu den Vorrangflächen ist nicht nur für den Ortsteil Ottensen relevant, der durch das Gebiet an der Bahnlinie betroffen ist. Auch für eine künftige Entwicklung von Neubaugebieten in Lindhorst sei die Lage der Flächen nach Meinung der Gemeinde hinderlich.
„Wir sind auch für regenerative Energie“, sagte Holger Mensching (CDU) im Bauausschuss, „wir wollen die Orte aber nicht zupflastern.“ Er habe den Eindruck dass der Rotmilan inzwischen höheren Schutz genieße als die Bevölkerung. Die CDU-Fraktion folge deshalb dem Beschlussvorschlag. Auch Stefanie Sonnekalb-Unruh (Grüne) findet, „dass man der Stellungnahme folgen sollte“: „Die Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen.“
„Andere Gemeinden sind nicht so betroffen wie wir. Ottensen ist am meisten betroffen, die werden uns auf die Rübe hauen“, sagte Ausschussvorsitzender Erwin Martin (SPD) zu den Plänen der Samtgemeinde. Ebenso wetterte er gegen die Fläche am Lohhof: „Wenn die Heuerßer glauben, sie könnten einen großen Reibach machen“, sei dies kurzsichtig. Anders verhielt sich sein Parteigenosse Heinz-Dieter Lauenstein. Als Mitglied des Samtgemeinderates werde er sich bei dem „vielschichtigen Thema“ im Lindhorster Rat enthalten. Er müsse das Für und Wider hinsichtlich des Machbaren und Notwendigen abwägen. Die Lindhorster Stellungnahme sehe nur die Situation der Gemeinde.
Nach Angaben der Verwaltung würden ohnehin nur die Flächen B und D (siehe Grafik) langfristig nutzbar sein. C sei zu klein und das Gebiet A, auf dem bereits fünf Windräder stehen, habe nur Bestandsschutz. Es darf laut Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther kein „Repowering“ stattfinden. Wenn die Anlagen ausgedient haben, könne dort keine neue errichtet werden.
Der Lindhorster Rat beschäftigt sich am Mittwoch, 20. Januar, mit der Stellungnahme. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Ratssaal der Verwaltung, Bahnhofstraße 55a.

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