Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Lindhorst will Hundesteuer anheben

Finanzausschuss diskutiert Lindhorst will Hundesteuer anheben

Die Gemeinde Lindhorst muss sparen. Um den Haushalt zu entlasten, ist auch die Erhöhung der Hundesteuer im Gespräch. Mit einer Gegenstimme hat der Finanzausschuss dafür gestimmt.

Voriger Artikel
16-Jähriger in Tunnel bedroht
Nächster Artikel
Nur schön oder auch nötig?

Hunde könnten bald mehr kosten.

Quelle: dpa

Lindhorst. Mit der Erhöhung (siehe unten) würde die Kommune Mehreinnahmen von rund 5778 Euro im Jahr erhalten. Die letzte Anhebung gab es 2001.

 Der Vorschlag kommt von der Lenkungsgruppe. Diese hat sich gegründet, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde zu verbessern, nachdem der Etat 2015 nicht ausgeglichen werden konnte. Mittlerweile ist der Haushalt vom Landkreis genehmigt worden.

 Gegen die Steuererhöhung stimmte Matthias Hinse (Grüne). Er kritisierte zum einen den „großen Sprung“ bei den Gebühren für Zweithunde um 80 Prozent. Die anderen Mitglieder hielten dagegen: Umgerechnet auf die vergangenen 14 Jahre und im Vergleich mit anderen Kommunen sei der Anstieg doch relativ gering, argumentierte Christopher Sendler (SPD).

Und Horst Schimmelpfennig (SPD) sagte: „Unsere Fraktion kann die Erhöhung weitestgehend mittragen.“ Bürgervertreter Karsten Sennholz meinte: Die Erhöhung halte vielleicht noch den einen oder anderen, der lieber keinen Hund haben sollte, davon ab, sich einen Vierbeiner anzuschaffen.

 Hinse erklärte, er habe als Hundebesitzer und als Politiker Probleme mit der starken Anhebung. Als Privatmann, meinte er, würde er denken: Angesichts der angespannten Finanzlage griffen die Politiker jetzt aus Hilflosigkeit zu solchen Maßnahmen.

 Ein weiterer Kritikpunkt von Hinse: Wenn man aus Spargründen die Steuern anhebe, müsse man auch die freiwilligen Leistungen einmal unter die Lupe nehmen. Der Grünen-Politiker hält es für schwierig, dass man auf der einen Seite rund 5000 Euro bei den Hundesteuern reinholen will, während man auf der anderen Seite einen ähnlichen Betrag für Hallennutzungsgebühren an den Sportverein ausgibt.

Seiner Meinung nach sollten auch die Bürger bei der Haushaltsplanung stärker einbezogen werden. Gemeindedirektor Jens Schwedhelm dazu: Möglichkeiten, sich als Bürger einzubringen gebe es bereits – zum Beispiel bei den öffentlichen Sitzungen. Beim jüngsten Finanzauschuss war allerdings kein Einwohner erschienen.

 Zu Hinses Vergleich von Hundesteuern und Hallengebühren lautete der Tenor: Dieser Vergleich hinkt. Bürgervertreter Manfred Völker betonte zudem, dass die Lenkungsgruppe zwar zuerst das Thema Hundesteuern angefasst habe, die freiwilligen Leistungen sollten aber auch noch in den Blick genommen werden.

Ausschussvorsitzender Burkhard Pieper (CDU) rechtfertigte die Erhöhung auch mit den vielen Beschwerden, die es über die Verschmutzung durch Hundekot im Ort gebe. Der Gemeinderat bespricht das Thema am 11. November. 

Das sollen Besitzer zahlen

Die Lenkungsgruppe empfielt folgende Hundesteuersätze:

  •  Ersthund: 60 Euro statt wie bislang 46 Euro.
  •  Zweithund: 120 Euro statt 74 Euro.
  •  Jeder weitere Hund: 180 Euro statt 101 Euro.
  •  Erster gefährlicher Hund: 400 Euro statt 369 Euro.
  •  Zweiter gefährlicher Hund: 800 Euro statt 663 Euro.
  •  Jeder weitere gefährliche Hund: 1200 Euro statt 902 Euro.

Zum August 2015 wurden in Lindhorst 303 Hunde steuerpflichtig erfasst: 256 Ersthunde, 35 Zweithunde sowie sieben weitere.
Blick auf die Nachbarkommunen: Für den Ersthund werden in Heuerßen 40,80 Euro, in Beckedorf 45 Euro und in Lüdersfeld 40 Euro erhoben. Für den Zweithund 61,40 Euro (Heuerßen), 70 Euro (Beckedorf und Lüdersfeld). Für weitere Hunde: 76,60 Euro (Heuerßen), 100 Euro (Beckedorf) und 90 Euro (Lüdersfeld). Hier ist Lindhorst in allen Bereichen Spitzenreiter. Für gefährliche Hunde hingegen verlangen die Nachbarn deutlich mehr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg