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Lindhorst Mann springt in Lindhorst vor ICE
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Mann springt in Lindhorst vor ICE
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17:44 01.05.2018
Auf dem freien Feld zwischen Lindhorst und Stadthagen kommt der ICE nach der Notbremsung zum Stehen. Quelle: dpa
Lindhorst

Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehr eilten zum Bahnhof. Doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Aufgrund des Vorfalls saßen die etwa 500 Zuggäste auf dem freien Feld zwischen Lindhorst und Stadthagen fest. Es handelte sich um die Verbindung von Hannover nach Dortmund.

Junge erleidet Blinddarmdurchbruch

Während des Einsatzes erlitt ein neunjähriger aus Halle/Saale unabhängig von der Notbremsung einen Blinddarmdurchbruch. Der Junge musste mit einem Rettungshubschrauber nach Hannover geflogen werden.

Die Bahn kümmerte sich umgehend um einen Notfallmanager. Etwa eine Stunde nach dem Vorfall war der Schienenersatzverkehr aufgebaut. Züge aus Hannover endeten in Haste, Züge aus Minden blieben in Minden. Die Westfalenbahn fuhr während des Einsatzes nur von Minden bis Stadthagen. Die Sperrung der Strecke dauerte bis 15.30 Uhr an. Es kam zu erheblichen Verspätungen im Fernverkehr.

Mönch bietet Hilfe an

Für den Zugführer war es nach Polizeiangaben der erste Selbstmörder. Er benötigte allerdings keinen Seelsorger. Ein Mönch, der zufällig an Bord des ICE war, hatte sich ebenfalls als kirchlichen Beistand angeboten.

In eigener Sache: Eigentlich berichten die SN aus Pietät und wegen des Nachahmungseffektes nicht über Suizide. Da dieser Vorfall aber Auswirkungen auf eine breite Öffentlichkeit hatte, ist die Redaktion von dieser Maßgabe abgerückt. Sollten Sie an Depressionen leiden, können Sie bei der Telefonseelsorge unter Telefon (08 00) 1 11 01 11 direkte Hilfe bekommen. vin