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„Bürgerdialog“: Rege Diskussion trotz geringer Beteiligung Maues Interesse

Die Resonanz war gering, die Diskussion trotzdem recht rege: Der erste „Bürgerdialog“, zu dem die SPD Lindhorst eingeladen hatte, ist auf maues Interesse gestoßen.

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SPD: Bei Schulschluss herrscht am Busbahnhof viel Bewegung und manchmal auch Chaos.

Quelle: kil

Lindhorst. Weniger als 20 Personen, darunter die Lindhorster Schulleiter sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung, waren gekommen, um über das Problem Busbahnhof vor den Schulen zu sprechen.

 Dass sich kaum Eltern für dieses Thema interessierten, das auch die Sicherheit ihrer Kinder betrifft, enttäuschte Cerstin Bayer, Vorsitzende der SPD, doch ein wenig. Wobei sie zugab: „Für den ersten Bürgerdialog war das doch ganz nett.“

 Zweck dieser neuen Veranstaltung soll es sein, die Bürger rechtzeitig in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. „Wir haben aus dem Marktplatz-Schicksal gelernt und wollen neue Wege gehen“, betonte Bayer. Wie berichtet, halten die Sozialdemokraten die Situation am Busbahnhof für beengt und gefährlich. Diese Einschätzung teilen Grundschuldirektor Hubert Sagel und Oberschulleiter Christoph Pukall. Wenn Grund- und Oberschüler auf die sechs bis sieben Busse warteten, herrsche „unendlich viel Bewegung“, weil die Kids ihre Busse suchten, die keine festen Abfahrtspunkte haben.

Pukall sprach von „heiklen“ Situationen und Hin- und Hergerenne – die Schüler müssten zwischen den Bussen hindurch laufen, um zu den Taxis zu kommen. Diese, erklärte Bayer, hätten durch die Inklusionskinder zugenommen. Die SPD-Vorsitzende mahnte zudem an, dass mit Blick auf die Inklusion sowieso bis 2020 alle Busbahnhöfe mit abgesenkten Borden und taktilen Leitsystemen ausgestattet werden müssten. „Das zahlt der Landkreis“, meinte Kämmerer Jens Schwedhelm. Darüber hinaus sehe er für den Umbau des Busbahnhofs kaum Aussicht auf Fördermittel. Eine Problematik am Busbahnhof sieht auch Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther. Ihm zufolge täte es der Samtgemeinde gut, wenn das Thema politischen Raum bekäme.

 Nach einiger Zeit nahm die Diskussion schließlich Fahrt auf und mehrere Ideen kamen auf den Tisch, über deren Sinn sich nicht alle einig waren: Die Privatparkplätze müssten weg, stattdessen könnten dort zwei Busse parken; die halbkreisförmige Schleife könnte verlängert werden, sodass alle sechs bis sieben Busse Platz fänden; man könnte Schülerlotsen ausbilden oder sogar eine digitale Tafel anbringen, die vor Eintreffen der Busse anzeigt, auf welchem Platz welcher Bus hält – dazu müssten sich die Busfahrer wohl per App anmelden. Zum Schluss der Ideensammlung meinte Bayer: „Jetzt ist die Politik gefragt“, für eine schnelle und kostengünstige Umsetzung zu sorgen.

 Weitere Dialoge sind geplant. Themen könnten Ärzteversorgung oder Infrastruktur sein. kil

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