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Mehr Kosten für Personal

Haushalt 2017 Mehr Kosten für Personal

Der Lindhorster Haushalt für 2017 sieht im Prinzip besser aus, als Kämmerer und Gemeindedirektor Jens Schwedhelm dies erwartet hat. Obwohl der Ergebnishaushalt nicht ausgeglichen werden kann, sei die Gemeinde „von den großen Defiziten weg“.

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LINDHORST. Wie der Kämmerer im Kindergarten- und Jugendausschuss sowie im Finanz- und Wirtschaftsauschuss begründet hat, liege das an der sich abzeichnenden Bewertung zur Eröffnungsbilanz.

Dort fließen Straßen, die älter sind als 25 Jahre, nicht mehr ein und müssen somit nicht mehr abgeschrieben werden. „Es fallen 300 000 Euro an Abschreibungen weg“, sagte der Kämmerer über die neue Bilanzierung. Allerdings rechne er damit, dass im Laufe des Jahres noch ein Nachtragshaushalt aufgestellt werden müsse.

Das angenommene Defizit im Ergebnishaushalt für 2017 von 126 000 Euro könnte sich theoretisch bis 2010 noch minimieren, sagte Schwedhelm. Diese Berechnungen basieren allerdings auf dem Status quo. Sollte der Neubau des Kindergartens kommen, der von beiden Ausschüssen empfohlen wurde, wird ab Betriebsaufnahme der Ergebnishaushalt durch die erhöhten Personalkosten wieder stark belastet.

Für den momentanen Haushaltsentwurf für 2017 geht die Gemeinde von Erträgen in Höhe von 2 926 700 Euro aus, die Aufwendungen lägen bei 3 0528 00 Euro.  Die Verwaltung habe die Haushaltsansätze aus 2016 fortgeschrieben und die Tariferhöhungen eingearbeitet, berichtete Schwedhelm in den Ausschüssen. 43 700 Euro höhere Personalkosten ergeben sich aus den gestiegenen Löhnen. Die Personalkosten der Gemeinde Lindhorst liegen bei 639 300 in diesem Jahr. Wie Schwedhelm auf Nachfrage berichtet, werden davon 528 000 Euro für das Kindergartenpersonal aufgewendet. Allerdings gebe es dort Personalkostenzuschüsse, die Beiträge der Eltern, Zuwendungen und Kostenerstattungen. Rund 210  000 Euro können über diese Einnahmen gedeckt werden.

Der Finanzhaushalt ist ausgeglichen. Ein Überschuss von 34 200 Euro. 32 000 Euro werden zur Tilgung von Darlehn benutzt. Für Investitionen nimmt die Gemeinde in diesem Jahr ein weiteres Darlehen von 487 800 Euro auf. In diesem Jahr werden für die Anschaffung neuer Spielplatzgeräte 15 000 Euro vorgesehen und für Straßenlaternen 10 000 Euro.

Einnahmen verspricht sich die Gemeinde davon, den stillgelegten Spielplatz an der Memeler Straße zu verkaufen. 35 000 Euro soll das in die Kasse bringen. Für den Neubau eines Kindergartens hat die Kämmerei für dieses Jahr 500 000 Euro in den Etatentwurf gestellt. Insgesamt kostet der Bau 2,4 Millionen Euro. Der Schuldenstand der Gemeinde, der Anfang des Jahres 123 6000 Euro betrug, wird Ende 2017 bei rund 1,7 Millionen Euro liegen.  bab

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