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Mit Magengrummeln für die Krippe

Rat beschließt Anbau an den Kindergarten Mit Magengrummeln für die Krippe

Die Krippe in Lindhorst wird gebaut. Das hat der Rat bei seiner jüngsten Sitzung bei zwei Gegenstimmen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU beschlossen. Die Krippe wird wie im Bau- als auch im Kindergartenausschuss empfohlen, als Anbau an den Kindergarten eingerichtet.

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Quelle: dpa

Lindhorst. Dies bedeutet Verlässlichkeit für die Erzieherinnen. Bei Beschäftigten für derzeit vier Gruppen hätte die Gemeinde bei dem bevorstehenden Wegfall einer Gruppe „über die Personalsituation nachdenken“ müssen, sagt Gemeindedirektor Jens Schwedhelm. Durch die Krippengruppe kann das Personal weiter wie bisher beschäftigt werden.

 Obwohl im vorbereitenden Arbeitskreis und den jeweiligen Fachausschüssen bereits die wesentlichen Argumente ausgetauscht worden waren, haben die Fraktionsvertreter im Rat erneut ihre Entscheidung begründet und dabei weiter Zweifel geäußert. „Mit Magengrummeln“ schließe sich die SPD den Ausschussempfehlungen an, sagte deren Sprecher Horst Schimmelpfennig, der von „vagen Planungen“ angesichts unbekannter Kinderzahlen sprach. Er bedauere, dass die Kinderbetreuung von den Kommunen nicht der Samtgemeinde übertragen wurde. Jetzt gebe es andernorts Krippen und Lindhorst als größte Gemeinde müsse nun auch Plätze zur Verfügung stellen.

 „Ich kann nur sagen, dass die CDU ähnlich denkt wie die SPD“, sagte CDU-Sprecher Manfred Richter. Er erinnerte aber an die Verpflichtung der Kommunen, Krippen vorzuhalten. Auf die Verpflichtung wies auch Heinrich Widdel (CDU) hin, der es ebenfalls „traurig“ findet, „dass die Mitgliedsgemeinden nicht mitziehen“.

 Am schwersten taten sich die Grünen mit der Zustimmung. Stefanie Sonnekalb-Unruh stimmte gegen die Krippe, weil sie die Kosten scheut. Sie erinnerte, dass die Einrichtung des Hortes seinerzeit gescheitert sei, weil keine zehn Kinder zusammengekommen waren. Und nun werde für vielleicht noch weniger Kinder ein hoher Betrag investiert. „Ich finde das sehr spekulativ“. Ihr Fraktionskollege Matthias Hinse stimmte zwar für die Krippe, kritisierte aber, dass Lindhorst selbstverschuldet in die Situation geraten sei.

 „Wir haben lange, lange verpennt, was andere schon angeschoben haben“, sagte Hinse. Er kritisierte, dass die SPD sogar über einen Neubau nachgedacht habe, obwohl die Kinderzahlen um 27,3 Prozent sinken würden. „Das macht mir Angst, wenn man auch solchen Tatsachen völlig falsche Schlussfolgerungen zieht.“ Er empfahl einen Blick in die Krippen der Mitgliedsgemeinden, „die alle nicht ausgelastet sind“. Cerstin Bayer (SPD) sagte, dass die Kindergartenleitung gebeten worden sei, die Kinderzahlen vierteljährlich mitzuteilen. bab

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