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Özdemir: Als Kind beim Nachbarn geduscht

Lindhorst / Grünen-Chef im Interview Özdemir: Als Kind beim Nachbarn geduscht

Für die 19. Folge der Interview-Reihe „Redezeit Kinderarmut“ hat sich der Sprecher der Bürgerinitiative „Wir für soziale Gerechtigkeit“, Matthias Hinse, einen speziellen Gast ausgesucht: Cem Özdemir, einer der Chefs der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“, für die Hinse als Kandidat ins Rennen um den Lindhorster Samtgemeindebürgermeister-Posten geht.

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Matthias Hinse (rechts) interviewt Cem Özdemir.

Quelle: pr

Lindhorst (gus). Um Wahlkampf ging es bei dem Treffen allerdings keineswegs. Özdemir musste sich denselben Fragen stellen wie alle bisherigen „Redezeit“-Gesprächspartner auch. Zu hören ist das Interview unter dem Link www.sn-online.de/kinderarmut. Dort finden die User insgesamt 19 Folgen, denn Fußballprofi Charles Takyi gab sein Interview schriftlich.

Özdemir, der Bundesvorsitzende der Grünen, gab bereitwillig Einblicke in seine Kindheit und stellte klar, wie wichtig Chancengleichheit beim Kampf gegen Kinderarmut ist. Özdemirs Eltern waren nach dessen Ausführungen beide berufstätig und mussten im Akkord arbeiten. „Da war nicht viel Zeit für Freizeit und Familie, wenn die Familie dann doch einmal zusammen war, habe ich das als Glück empfunden“, sagte Özdemir.

Arm hat sich Özdemir nach eigenen Worten als Kind gefühlt, wenn er und seine Familie das Bad der Nachbarn, die Bekannte waren, mitbenutzen mussten. „Wir hatten keine eigene Badewanne und auch keine Dusche, das war mir lange Zeit sehr peinlich, obwohl ich natürlich dankbar war, diese Möglichkeit gehabt zu haben“, schilderte der Grünen Chef.

Da Millionen in Deutschland in Armut leben, gilt es, Abhilfe zu schaffen. Der Staat müsse viel Hilfe leisten, dazu gehörten Investitionen in bessere Bildung genauso wie ein Gesundheitssystem, das sich jeder leisten kann, forderte der Politiker.

Am Rande des Interviews stellte Hinse die Schulsituation in Lindhorst dar und auch den Wunsch vieler Eltern nach einer Integrierten Gesamtschule (IGS). Özdemir sprach sich klar für längeres gemeinsames Lernen aus – indirekt also für eine Gesamtschule. Und der Deutsch-Türke wünschte den Lindhorstern viel Erfolg bei deren Streben nach einer IGS.

Hinse bedankte sich bei seinem Parteikollegen für ein lebhaftes und interessantes Gespräch und gab diesmal kein Geschenk mit auf den Weg, wie er es sonst bei seinen Interviewpartnern tut. Der BI-Sprecher gab seinem Gast zum Abschluss vielmehr noch einen dringenden Wunsch mit auf den Weg: „Berichten Sie doch den anderen Parteivorsitzenden, sie sollen sich einen Interview-Termin bei mir geben lassen“, bat Hinse. Denn die BI hatte zwar bereits Politiker aller großen Parteien vor dem Mikrofon, als Partei-Vorsitzender war Özdemir aber der Erste.


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