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Ortsfeuerwehr soll aufgelöst werden

Keine Fusion Ortsfeuerwehr soll aufgelöst werden

Die Pläne, die Ortsfeuerwehr Ottensen aufzulösen, weil sich fast alle Mitglieder gegen eine Fusion mit Lindhorst sperren, haben für noch mehr Unmut der Ottenser gesorgt. Der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde hat bei einer Enthaltung für die Auflösung zum 1. Juli 2016 gestimmt. Der Samtgemeinderat entscheidet am 26. November darüber.

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Lindhorst/Ottensen (kil). Alle Versuche, eine gemeinsame Lösung zu finden, waren gescheitert. Hintergrund ist der Feuerwehrbedarfsplan, dem der Samtgemeinderat zugestimmt hatte. Darin ist die Fusion der Ortswehren Ottensen und Lindhorst sowie Lüdersfeld und Vornhagen vorgesehen.
Die Nachricht, die Ottenser Wehr aufzulösen, hat Wellen geschlagen: Nach Angaben des Ottenser Ortsbrandmeisters Matthias Blume hätten schon einige Kameraden ihren Austritt angekündigt. Offiziell liegt bereits eine Kündigung vor – „und es sind noch mehr zu erwarten“, glaubt Blume, der selbst betonte: „Ich mache weiter.“ Dass sich die Ottenser gegen die Fusion sperren – „das ist traurig“. Blume habe immer wieder versucht, sie vom Gegenteil zu überzeugen: „Macht weiter, ihr seid eingetreten, weil ihr Leuten helfen wollt.“
Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther sagte, die Empfehlung, die Ortswehr aufzulösen, sei ihm nicht leicht gefallen. Aber, erinnerte er an den Ratsbeschluss, die Verwaltung habe nun mal den Auftrag bekommen, ein Konzept für die Fusion zu erstellen. Da dies aber aufgrund der fehlenden Bereitschaft der Ottenser nicht möglich sei, bleibe nur die Auflösung. Auch, wenn er sagt: „Das hat weh getan.“ Aber: „Wir müssen vorankommen.“
Man habe drei Mal das Gespräch gesucht und versucht, die Chancen einer Zusammenlegung aufzuzeigen: So sei am Standort Lindhorst auch „ein besserer Dienst am Menschen“ möglich. Am Ende des letzten Versuches sei Günther jedoch „ziemlich frustriert nach Hause gefahren“. Nur ein oder zwei Leute waren zur Fusion bereit.
Jörg Böhnke, Ortsbrandmeister von Lindhorst, sagte, er habe bis zum Schluss noch Hoffnung gehabt, die Ottenser umzustimmen. Aber selbst auf die Einladung, sich die Wache in Lindhorst anzusehen, habe es keine Resonanz gegeben. Von den Ottensern seien so gut wie keine Ideen, sondern nur Kritik gekommen. Da mache es keinen Sinn, weiter zu verhandeln. „Unsere Türen stehen nach wie vor offen“, betonte er. „Wir freuen uns über jeden, der ernsthaft Feuerwehr betreiben will.“ Priorität habe nämlich der Feuerwehrdienst. Soziale Aspekte seien auch wichtig, aber nicht primär.
     Zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Lüdersfeld teilte Günther mit: „Wir haben das nicht aus den Augen verloren.“ Mit den beiden Ortswehren Lüdersfeld und Vornhagen sollen bald ein Zeitplan erstellt und noch bestehende Problem gelöst werden.

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