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Politiker rechnen mit Aldi-Schließung

Nachfolger gesucht Politiker rechnen mit Aldi-Schließung

Der Antrag der CDU-Fraktion, einen Nachfolger für Aldi zu suchen, ist im Bau-, Umwelt- und Sportausschuss des Lindhorster Gemeinderates kontrovers diskutiert worden. Dabei kritisierte die SPD-Fraktion nicht die Absicht, die die CDU mit ihrem Antrag verfolgt, sondern eher die Herangehensweise.

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Der Pachtvertrag des Aldi-Markts in Lindhorst läuft nur noch bis 2020. Lindhorster Politiker fürchten eine Versorgungslücke.

Quelle: VR

LINDHORST. Schließlich einigte sich der Ausschuss darauf, dass die Verwaltung Gespräche führen und die Planungen im Gewerbegebiet vorantreiben soll, um Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Discounters zu schaffen.

„Wir sind nicht Herr über die Grundstücke“

„Ich habe erst mal gestaunt, als ich den Antrag gelesen habe“, sagte SPD-Vorsitzender Horst Schimmelpfennig. „Wir sind nicht Herr über die Grundstücke, ich finde das ein bisschen komisch“, wunderte sich Schimmelpfennig, dass die Verwaltung als Makler für fremde Immobilien auftreten solle. Holger Mensching (CDU), der Besserung bei der Antragsstellung gelobte, mahnte aber, sich Gedanken zu machen, bevor die Gemeinde 2020 unter Umständen ohne einen Discounter dastehe.

Grundstück für die Ansiedlung kaufen

„Zweieinhalb Jahre sind ja nicht mehr viel“, sagte Mensching. „Es ist aus unserer Sicht so, dass die Gemeinde tätig werden muss.“ Anderenfalls „sagen die Leute, warum hat der Rat nichts gemacht, der weiß das doch schon seit fünf Jahren“. „Es ist unstrittig, dass wir einen Nachfolger brauchen“, stimmte Schimmelpfennig zu, der offenbar ebenfalls davon ausgeht, dass Aldi die Pforten an der Gewerbestraße wirklich dicht machen wird. Doch die Gemeinde könne nur im Rahmen ihrer Kompetenzen die nötigen Voraussetzungen schaffen, meint Schimmelpfennig. Für Mensching könnte jedoch unter anderem dazugehören, dass die Gemeinde auch ein Grundstück zu dem Ziel einer Ansiedlung kauft.

Die Niederlassung von Lebensmittelmärkten im Lindhorster Gewerbegebiet unterliegt zudem strikten Bedingungen, wie Gemeindedirektor Jens Schwedhelm am Rande der Sitzung bestätigte. Das Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises steckt dem Expansionsdrang von Supermärkten enge Grenzen. Auch das mache es den Lindhorstern schwer, für das Gewerbegebiet Planungen zu erarbeiten. Das gilt besonders, wenn Politik und Verwaltung nicht wissen, wie sich die Situation von Aldi entwickelt. bab

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