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SPD: HGV belügt die Bevölkerung

Lindhorst / Mitgliederversammlung SPD: HGV belügt die Bevölkerung

Die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Lindhorst Cerstin Bayer warnte bei der Mitgliederversammlung im „Alten Krug“ gleich vor: Sie werde ihre Rede mit „harten Worten“ eröffnen. Fast – aber nur fast – geriet es da zur Nebensache, dass sie dem Handel- und Gewerbeverein (HGV) vorwarf, er belüge die Bürger. Das Gerangel um Parkplätze wirke nämlich geradezu lächerlich verglichen mit einer anderen Problematik – nämlich, dass der Schulstandort Lindhorst bald Geschichte sein könnte.

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Volkmar Märkert (von links) verlässt den Vorstand, Cerstin Bayer bedankt sich für seine Arbeit und begrüßt die neue Kassierin Ines Vogt und stellvertretend für die Lüdersfelder Genossen Helmut Hartmann.

Quelle: jcp

Lindhorst (jcp). „Eine ein- oder zweizügig geführte Oberschule ist finaziell nicht tragbar“, sagte Bayer. Vor diesem Hintergrund seien alle Schulstandorte im Landkreis gesichert: „Nur Lindhorst nicht.“ Ein Ort ohne Schule habe bald auch keine Infrastruktur mehr. Eine Gemeinde werde „abgewickelt, wie es in der freien Wirtschaft heißt“.

 Daher seien die Landtagswahlen für Lindhorst „so bedeutend wie nie zuvor“. Denn, so Bayer: „Nur mit der Umwandlung in eine IGS und der Rückgewinnung unserer verlorenen Kinder können wir Lindhorst retten und weiter zukunftsfähig gestalten.“

 „Harte Worte“ zum Zweiten: Bei den „Falschmeldungen, unsachlichen Berichten der Zeitungen und dem absichtlichen Belügen der Bevölkerung um Parkplatznot“ sei ihr in den vergangenen Wochen „der Mut fast verloren gegangen“. Sie wolle ihre Zeit verbringen „in einem Ort, in dem das Leben tobt“. Bayer denke dabei zum Beispiel an einen Wochenmarkt, ein Motorradevent, eine Tauschbörse für Pflanzen und einen Weihnachtsmarkt.

 Auch eine Nacht für junge Bands sei „keine Zukunftsmusik“, sofern „ein HGV sich für Fortschritt entscheidet und die Bürger nicht weiter belügt“. Mit Nachdruck schloss Bayer, die SPD fürchte keinen Bürgerentscheid, „weil sich die Bürger nicht belügen lassen und sich für ein zukunftsfähiges Lindhorst entscheiden werden“.

 Fakt ist, Bayer zufolge, dass die Anzahl der Parkplätze am Markt sich nach aktuellen Plänen um lediglich elf Stellplätze reduzieren. 30 Plätze blieben weiterhin erhalten. Kurze Wege zum Einkaufen seien weiterhin gewährleistet – durch die neue zeitliche Begrenzung der Parkzeiten. Denkbar sei ein Limit von einer Stunde zwischen 8 und 18 Uhr. So steige „der Umschlagsgrad des vorhandenen Parkraumes um ein Vielfaches“.

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