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Schlagerkunde mit Wolfgang Trepper

Lindhorst / Vertretungsstunde Schlagerkunde mit Wolfgang Trepper

„Wenn Dietmar Wischmeyer da war, dann kann das ja nicht der letzte Scheiß sein“ – Gewohnt sarkastisch hat Wolfgang Trepper die Schüler der Lindhorster Oberschule am Mittwoch begrüßt.

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„Du kennst Heino nicht?“ – Wolfgang Trepper nimmt mit den Zehntklässlern deutsche Schlagertexte aufs Korn.

Quelle: kil

Von Kirsten Elschner

Lindhorst. Auf Einladung des Lindhorster Vereins „Wir für soziale Gerechtigkeit“ gab der Kabarettist und ehemalige Handballmanager und Radiomoderator eine Vertretungsstunde für die Zehntklässler der Realschule.

Zwischen seinen zwei Auftritten in Hannover setzte er sich 45 Minuten lang ans Lehrerpult. Was sollte man auch den ganzen Tag in der Landeshauptstadt machen? „Hannover hat ja den Ruf, die langweiligste Stadt Deutschlands zu sein“, stichelte Trepper. Da bot sich ein Besuch an der Oberschule geradezu an. Eine Ruhrpottpflanze darf im Klassenzimmer an der Glück-Auf-Straße unterrichten – „Ist das geil“, freute sich der Duisburger.

Das Vorhaben, ein komplettes Programm in 45 Minuten herunterzureißen – „das habe ich sofort verworfen, als ich die jungen Leute gesehen habe“, sagte er nach Schulschluss. Stattdessen unterhielt er die Jugendlichen mit Anekdoten, Geschichten aus seiner nicht ganz geradlinigen Schullaufbahn und kleinen Ausschnitten seines Programms. Dem Gelächter der Schüler nach zu urteilen, kamen vor allem Treppers heitere und zynische Ausführungen über Schlagermusik gut an.

„Kennt ihr Heino? Ihr könnt das ruhig zugeben, schließlich gibt es auch ein Leben nach Bushido.“ Eine von Treppers großen Leidenschaften ist es, Schlagertexte zu analysieren. „Wat wollen die uns überhaupt sagen?“, fragte der Vertretungslehrer im Ruhrpott-Slang. Und bevor er überhaupt einen Interpreten nennen konnte, schallte es aus dem Klassenraum „Hölle, Hölle, Hölle“. Ja, Wolfgang Petrys Texte habe er auch schon mal seziert.

Als er einmal „Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen“ auf der Bühne angespielt habe, schildert er, hätte die Menge schon nach 1,5 Sekunden wie wild applaudiert. „Ich war fassungslos“, Petry-Fans klatschten wohl auch noch hackevoll unter der Theke liegend. Und als Trepper in Lindhorst Marianne Rosenbergs „Ist es wahre Liebe?“ in den Raum warf, kam von einer Schülerin, wie auf Knopfdruck, das passende „Uhuhu“, dazu. „Genau, wie in meiner Show“, entgegnete der Kabarettist erheitert.

Dass die Stunde mehr Lachgas zu bieten hatte, als Mathe oder Deutsch, machte der Applaus zum Schulgong deutlich.

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