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Schulwegeplan für Lindhorster Kinder

Verkehrssicherheit Schulwegeplan für Lindhorster Kinder

Wie kann man den Schulweg zur Lindhorster Grundschule sicherer machen? Dieser Herausforderung hat sich die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg zusammen mit Schülern, Eltern und Lehrern gestellt. Die Ergebnisse werden nun dem Landkreis als Empfehlung vorgelegt.

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So könnte der Schulwegeplan aussehen: Die grünen Kreuze markieren die Stellen, an denen „gelbe Füße“ gesprüht werden sollen. Die rote Linie führt die Kinder östlich der Bahnhofstraße zur Schule. Die blaue weist den Grundschülern nördlich der Lüdersfelder Straße den Weg.

Quelle: stepmap

Lindhorst. Geplant ist, den Kindern einige sichere Hauptwege anzubieten, auf denen die Schüler stellenweise durch „gelbe Füße“ an Gefahrenstellen vorbeigeleitet werden. Der Schulwegeplan umfasst drei Hauptbereiche:

Nördlich der Lüdersfelder Straße (blaue Strecke): Als größten „Knackpunkt“ bezeichnete Axel Grünvogel, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion, die Querung der Lüdersfelder Straße. „Für Erwachsene ist das kein Problem, aber für Kinder eine echte Herausforderung.“ Die Verkehrslücken seien rar, nicht selten rasten die Autos an dieser Stelle. Darum hält der Experte eine Bedarfsampel für „alternativlos“. Andere Optionen sieht er nicht. Für eine Querungsinsel sei die Straße zu eng, ein Zebrastreifen sei „das schlechteste, was man bauen kann“. Er verunsichere Autofahrer wie Kinder gleichermaßen. Ob der Landkreis eine Ampel finanzieren werde, müsse sich zeigen. In der Regel orientiert sich der Kreis an der Anzahl der querenden Fußgänger. „Die ist hier sicher nicht gegeben“, meint Grünvogel, der trotzdem hofft, dass wegen der besonderen Gefahrenlage etwas passieren wird. „Die gelben Füße können hier nur eine Zwischenlösung sein.“
Vorschlag für den Schulweg: Kinder nördlich der Lüdersfelder Straße können sich auf dem Fußweg an der Berliner Straße in Höhe des Verbindungsweges zur Tilsiter Straße treffen und mittels der „gelben Füße“ die Berliner Straße queren. Gelenkt durch weitere gelbe Markierungen gelangen sie zur Querungsstelle an der Lüdersfelder Straße. Weiter geht es entlang der Parkstraße bis zum Hintereingang der Schule.

Südlich der Glück-Auf-Straße: Im südlichen Bereich müsse kaum etwas gemacht werden. Lediglich vor dem Haupteingang der Grundschule im Bereich der Einmündung Kornstraße wäre ein beidseitiges Halteverbot (mindestens 7 bis 16 Uhr) sinnvoll, damit die Kinder beim Queren der Glück-Auf-Straße nicht durch Autolücken hindurch müssten.

Östlich der Bahnhofstraße (rote Strecke): Ziel sei es, die Kinder darauf zu trainieren, sich an der Schnittstelle Oststraße/An der Weide zu treffen und von dort gemeinsam zur Schule zu gehen. Sie laufen zur Bedarfsampel an der Bahnhofstraße und queren zur Glück-Auf-Straße. Weiter geht es auf dem Fußweg entlang des Grünen Wegs bis zum Hintereingang der Schule. So könnten die Schüler den turbulenten Bereich vor dem Busbahnhof meiden, erläuterte der Verkehrssicherheitsberater. kil

Wo soll die 30er-Zone beginnen?

Der Lindhorster Rat hat sich dafür ausgesprochen, im „Südwestquartier“ zwischen Lüdersfelder und Schöttlinger Straße eine Tempo-30-Zone einzurichten. Wie der Bauausschuss empfohlen hatte, soll an der Glück-Auf-Straße die Geschwindigkeitsbegrenzung erst hinter der Einmündung zum Grünen Weg gelten. Das sehen Polizeiinspektion, Schule und Elternvertreter etwas anders. Sie empfehlen, Autos bereits vor dem „Grünen Weg“ zum Bremsen zu bewegen. „Das ist zwar nicht kriegsentscheidend“, meint der Verkehrsberater Axel Grünvogel. Es wäre aber sinnvoller, weil es die Autofahrer frühzeitig dazu bringen würde, aufmerksamer zu fahren. Beide Optionen hätten Vor- und Nachteile und „man kann sicher mit beiden Alternativen leben“. Letztlich wird die Lindhorster Politik darüber entscheiden. kil

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