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00:21 04.01.2016
Eine gute Gemeinschaft: Evelyne Beger, Vize-Vorsitzende des Chores (von links), Chormitglied Tehamana Lacar und Hans-Dieter Rofalski, Vorsitzender von „Rhythm & Joy“ wollen zusammen am Erfolg des Chores arbeiten. Quelle: kil
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Denn neben den Grundvoraussetzungen wie Wohnen und Arbeiten sehen die Sänger auch einen ganz wichtigen Baustein in der kulturellen Integration. Und diese könne in einer Chorgemeinschaft besonders gut gelingen, meint Hans-Dieter Rofalski, Vorsitzender von „Rhythm & Joy“.

Der Chor zählt weit über 60 Mitglieder zwischen 20 und 80 Jahren. Daraus ergeben sich für die Flüchtlinge Ansprechpartner aller Altersgruppen. Bestes Beispiel für ein gelingendes Miteinander ist Tehemana Lacar (30), die im Juni aus Mazedonien nach Deutschland gekommen ist, um hier eine Arbeitsstelle zu finden und sich eine Existenz aufzubauen. Die 30-Jährige ist ausgebildete Jazzsängerin und fühlt sich in der Lindhorster Chorgemeinschaft bestens aufgehoben. „Die Leute haben mich wie eine Familie aufgenommen und akzeptiert“, erzählt sie auf Englisch. Der Chor biete eine gute Chance, um neue Kontakte zu knüpfen und Freunde zu finden.

Dass „Rhythm & Joy“ nur englische Lieder im Repertoire hat, erleichtert Lacar das Mitsingen. Die deutsche Sprache lernt sie gerade in einem Kurs, außerdem singt sie zusätzlich in einer Gruppe der katholischen Kirchengemeinde Lindhorst – dort werden ausschließlich deutsche Lieder gesungen, erzählt sie.

Flüchtlinge, die bei „Rhythm & Joy“ mitsingen möchten, sollten Deutsch oder Englisch sprechen, damit die Kommunikation gewährleistet ist, meint Rofalksi. Die Teilnahme ist für sie solange frei, bis sie einen Job und eine entsprechenden Verdienst haben. Zusammen mit den Chormitgliedern wird für Flüchtlinge eine einstündige Vorprobe für eine Stimmlage eingerichtet, die vor Übungsbeginn angeboten wird.

Vize-Vorsitzende Evelyne Beger betont: „Als Verein haben wir die Aufgabe, den Menschen eine echte Heimat zu bieten.“ Und zwar egal, woher die Menschen kommen, welche Religion sie haben oder wie lange sie in Deutschland bleiben. Nicht nur die Flüchtlinge, „auch wir profitieren davon“, sagt sie. Lacar habe zum Beispiel eine ganz tolle Stimme. Auch für andere Vereine sei die Integration von Flüchtlingen eine gute Gelegenheit, „sich zu erneuern und den Horizont zu erweitern“.

Außerdem möchte der Chor auch die Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen, die bereits in der Gesellschaft „etabliert“ sind. Sie könnten die Aktion unterstützen und möglicherweise auch die Integration derjenigen Flüchtlinge begleiten, die bislang nur ihre Muttersprache sprechen, heißt es vom Vorstand.

Die Übungsabende sind montags von 20 bis 21.30 Uhr im Hof Gümmer. Infos gibt es im Internet auf www.rhythm-and-joy.de sowie bei Rofalski, Telefon 805721) 76829, und Beger, (05725) 708297. kil

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