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Sozialstunden statt Sex

Lindhorst Sozialstunden statt Sex

Die drei 14-jährigen Jungen, die die Mutter eines Lindhorster Schülers zum Sex nötigen wollten, haben jetzt die Quittung bekommen. Sie müssen für ihre Mätzchen jeweils zehn Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.

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Quelle: SN

Lindhorst. Das teilte die Staatsanwaltschaft Bückeburg mit. Das Verfahren sei vorläufig eingestellt worden. Bei Jugendlichen ohne einschlägige Vorbelastungen gebe es nach Paragraph 45, Absatz II, des Jugendgerichtsgesetzes die Möglichkeit, dieses Mittel zu wählen.

 „Alle drei müssen ran“, sagt Pressesprecher André Lüth. „Wenn das alles klappt und sie mitmachen“ und die gemeinnützige Arbeit leisten, folge schließlich die endgültige Einstellung. Falls die Jugendlichen sich allerdings weigerten, müsse überlegt werden, doch Anklage zu erheben. Wie die Staatsanwaltschaft berichtet, wurde ein „erzieherisches Gespräch“ mit den dreien geführt. Die Jugendgerichtshilfe habe dabei die Bedeutung der Tat und die Folgen erläutert.

 Die Tat, für die sie nun büßen müssen, spielte sich im Mai in Lindhorst ab: Einem sechsjährigen Grundschüler der Magister-Nothold-Schule war ein Fußballtrikot geklaut worden, woraufhin die 43-jährige Mutter einen Aushang in der Schule machte. Inhalt: Wer das Shirt abgibt, bekommt 50 Euro.

 Statt Trikot bekam die Frau aber anonyme Anrufe, in denen ein Jugendlicher wiederholt Sex im Gegenzug für die Rückgabe des Trikots gefordert hatte. Zum Schein war die Frau auf die Forderungen eingegangen und traf sich mit dem Anrufer. Am Treffpunkt war sie dann auf eine Gruppe Jugendlicher gestoßen und fotografierte diese kurzerhand mit dem Handy.

 Die Fotos landeten bei der Polizei und die hatte die Übeltäter recht bald gefunden. Nicht gegen alle aus der Gruppe wurde wegen versuchter Nötigung und Beihilfe ermittelt, da einer von ihnen zur Zeit der Tat unter 14 Jahre alt war. bab

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