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Sportplatz soll schrumpfen

Lindhorst Sportplatz soll schrumpfen

Damit die Gemeinde Lindhorst die geplante Kindertagesstätte auf dem gemeindeeigenen Sportplatz an der Lüdersfelder Straße überhaupt bauen kann, muss zunächst der Pachtvertrag zwischen Gemeinde und Samtgemeinde geändert werden.

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So könnte es aussehen: Der obere, farbige Teil soll für die neue Kita genutzt werden.

Quelle: pr.

LINDHORST. Denn das Grundstück an der Lüdersfelder Straße gehört zwar der Gemeinde, der Sportplatz wird aber im Wesentlichen von Grund- und Oberschule genutzt, sodass die Samtgemeinde als Schulträger zustimmen muss.

„Wenn die Samtgemeinde uns grünes Licht gibt, können wir in die weiteren Planungen gehen und versuchen, den Neubau schnellstmöglich umzusetzen“, sagt Lindhorsts Gemeindedirektor Jens Schwedhelm, der optimistisch ist, dass die Entscheidung positiv ausfallen wird.

Samtgemeinde muss zustimmen

Zunächst befasst sich der Schulausschuss der Samtgemeinde am 10. August mit dem Pachtvertrag, der Samtgemeinderat trifft die endgültige Entscheidung am 17. August. Eine ernsthafte Alternative habe die Gemeinde nicht, gibt Schwedhelm zu.

Wie berichtet, hatte sich die Gemeinde nach gründlichem Abwägen im Februar für einen Neubau entschieden, der vier Kita- und zwei Krippengruppen beherbergen soll. Da das Projekt mit geschätzten 2,4 Millionen Euro den Etat der Gemeinde ohnehin stark belastet, wäre es von Vorteil, die neue Kita auf eigenem Grund zu errichten.

Die reguläre Pachtzeit endet erst 2020, sodass eine Änderung ohne die Zustimmung der Samtgemeinde unmöglich wäre. Zu prüfen sei dabei, ob der Sportplatz in seiner derzeitigen Größe für die Zwecke des Schulsportes überhaupt benötigt werde, heißt es in der Sitzungsvorlage. Aus Sicht von Gemeinde und Landkreis sei dies nicht der Fall. Auch eine kleinere Fläche reiche aus, um den Schulsport zu gewährleisten. Zwar müsse die Gemeinde noch den tatsächlichen Flächenbedarf ermitteln, in einer Skizze wird die Gebäudefläche aber mit 1500 Quadratmetern und das Außengelände mit 1830 Quadratmetern ausgewiesen. Das alte Sportheim an der Lüdersfelder Straße würde nach aktuellem Planungsstand weichen müssen, sagt Schwedhelm. Es werde ohnehin nicht mehr genutzt und habe seine besten Jahre hinter sich.

Angebote für den Sportplatz in der Diskussion

Mit der Verkleinerung des Sportplatzes soll auch eine Umgestaltung der Fläche einhergehen, heißt es in der Vorlage. Und zwar so, dass nicht nur die Grundschule, sondern auch die Oberschule weiterhin ein breit gefächertes Schulsportangebot vorhalten kann. Auf ausreichend Ausgleichsmaßnahmen besteht auch die Oberschule in ihrer Stellungnahme. „Ihr Vorhaben der Verkleinerung der Sportanlage bedauern wir als Kollegium der Oberschule sehr“, so die Schulleitung. „Der Sportunterricht ist für unsere Schülerklientel besonders wichtig.“ Häufig würden dort zeitgleich mehrere Klassen unterrichtet – von klassischer Leichtathletik über Fußball und Völkerball bis hin zu Ultimate-Frisbee und Baseball. „Dafür wird viel Platz benötigt.“ Ob der geplante Bau einer neuen Kita unbedingt notwendig sei, „können wir als Kollegium nicht beantworten. Wir müssen auf die Wichtigkeit und Richtigkeit vertrauen“, heißt es.

Als Kompromissvorschlag wurde der Schule der Bau einer neuen Laufbahn sowie die Versetzung beziehungsweise Verkleinerung der Rasenfläche vorgeschlagen. Das „erscheint uns nicht gerade ausreichend oder attraktiv“, so die Schulleitung, die zugleich Vorschläge unterbreitet, um den Aufforderungscharakter des Sportplatzes zu bewahren: der Bau einer Beachsoccer-/ Beachvolleyballanlage inklusive Handballtore und eingelassener Pfosten für das Spannen eines Volleyballnetzes sowie das Errichten einer Streetballanlage. Die Umsetzung dieser Wünsche würde die Anlage sicher aufwerten, sei finanziell tragbar und würde „dem gesamten Schulstandort Lindhorst gut zu Gesicht stehen“.

  • Der Schulausschuss tagt am 10. August in öffentlicher Sitzuung ab 19 Uhr im Rathaus, Bahnhofstraße 55a. kil
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