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Treffpunkt für Einheimische und Flüchtlinge

Erstes Weltcafé in Lindhorst Treffpunkt für Einheimische und Flüchtlinge

Das Weltcafé in Lindhorst soll sich als Treffpunkt für Einheimische und Flüchtlinge etablieren. Wir waren bei der Premiere dabei.

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Beim Basteln braucht man nicht viele Worte: Die Kinder machen sich mit Freude über die Luftballons her.

Quelle: kil

Lindhorst. Zwischen Kaffeetassen, Gläsern und Kuchentellern liegt ein Wörterbuch für Arabisch und Deutsch. „Das habe ich noch aus dem Urlaub“, erzählt eine Lindhorsterin, die am Montag zum ersten Weltcafé für Bürger und Geflüchtete in Lindhorst gekommen ist.

Eine große Verständigungshilfe biete das Buch zwar nicht, aber man komme irgendwie ins Gespräch – auch, wenn es hier und da noch etwas hakelig sei, schildert die Besucherin.

Etwas holprig läuft auch das Zusammentrommeln der Kinder zum Basteln. Sobald sich die Kleinen aber mit Luftballons und Stiften an den Basteltischen eingefunden haben, geht alles wie von selbst. Zum gemeinsamen Basteln braucht man nicht viele Worte.

Das Weltcafé soll ein regelmäßiger Treffpunkt in der Samtgemeinde werden. Verantwortlich sind die evangelischen Kirchengemeinden Lindhorst und Beckedorf sowie die katholische Gemeinde aus Lindhorst. Zunächst ist ein monatlicher Termin vorgesehen: montags von 16 bis 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Pfarrweg 3 in Lindhorst. Wenn es gewünscht werde, kann sich Pastor Wilfried Vauth auch vorstellen, die Veranstaltung vierzehntägig anzubieten. Der nächste Termin steht bereits fest. Das zweite Weltcafé ist für Montag, 6. Juni, geplant. Es soll wieder im Gemeindesaal stattfinden. Dann will auch der Lindhorster Sportverein dabei sein und die Möglichkeiten im TuS Jahn vorstellen. Denn das Café soll auch als Plattform dienen, um sich über diverse Angebote in der Samtgemeinde zu informieren.

Mit der Resonanz beim ersten Termin waren die Helfer größtenteils zufrieden. Die Kaffeetische waren gut besetzt, einige hatten eine Kleinigkeit zum Büfett beigesteuert und draußen spielten die Kinder in der Sonne. Zwischendurch wurde immer mal wieder nach Ali Duran gefragt. Er stammt aus Anatolien und engagiert sich ehrenamtlich als Dolmetscher für Flüchtlinge in Schaumburg. Rund 20 Asylsuchende unterstützt er gerade. Was ihn motiviert? „Besonders die Kinder, die haben so viel Freude.“

Was man von ihnen zurückbekomme, sei unbezahlbar, sagt er. Und auch Melo Vergato, ehrenamtlicher Helfer beim Weltcafé, meint: „So ein Kinderlachen, das kann man nicht mit Geld bezahlen.“ Mit der Erstauflage des Cafés war er zufrieden, auch wenn er sich ein paar mehr Flüchtlinge gewünscht hatte. Vielleicht müsse man die Werbetrommel noch stärker rühren. Die Einladung hatten die Helfer auf Deutsch, Englisch, Arabisch und weiteren Sprachen drucken lassen.
  kil

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