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Turbulentes Jahr für Lindhorster Feuerwehr

Einsätze verdoppelt Turbulentes Jahr für Lindhorster Feuerwehr

Die Ortsfeuerwehr Lindhorst hatte im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun: Zu 29 Einsätzen mussten die Brandbekämpfer ausrücken, wie Ortsbrandmeister Jörg Böhnke bei der Hauptversammlung der Ortswehr bekannt gegeben hat. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2014.

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Uwe Blume (rechts) steckt Jens Topp eine Ehrennadel an.

Quelle: js

Lindhorst. Besonders in Erinnerung geblieben dürfte den 40 aktiven Mitgliedern wohl ein Einsatz im Mai an der B65 gewesen sein. Dort war ein Tanklastzug auf den Seitenstreifen geraten und anschließend umgestürzt. „Der Fahrer konnte zwar schnell befreit werden, die Bergung des mit 25000 Litern flüssiger Hefe beladenen Fahrzeugs gestaltete sich jedoch schwierig“, erinnerte sich Böhnke. Auch das Aufrichten des Gefährts war nur mit schwerem Gerät möglich. Erst nach zwölf Stunden Dauereinsatz konnten die letzten Kräfte die Einsatzstelle verlassen.

Ebenfalls als kräftezehrend erwiesen sich die Nachwirkungen des Feuerwehrbedarfsplans der Samtgemeinde Lindhorst, der zur Jahresmitte 2015 vorgestellt wurde. Die dort vorgesehene Reduzierung der Standorte durch die Zusammenlegung von Einheiten – unter anderem Lindhorst und Ottensen – „ist nachvollziehbar“, war sich Böhnke sicher. Doch etliche Gespräche zwischen den beteiligten Wehren seien ohne Ergebnis geblieben. Es sei auch dem Ottenser Ortsbrandmeister nicht gelungen, seine Kameraden „von den Chancen, die sich durch eine derartige Zusammenarbeit bieten, zu überzeugen“. Böhnke betone jedoch, „dass unsere Türen dennoch für alle offen stehen, die weiter Feuerwehrdienst betreiben wollen“.

Außerdem weise der Brandschutzbedarfsplan auf das Problem der Tagesalarmstärken hin. „Es ist zu befürchten, dass bedingt durch den demografischen Wandel und mangelnder Bereitschaft in der Bevölkerung zur ehrenamtlichen Arbeit, in Zukunft immer weniger Einsatzkräfte ihren Dienst tun“, klagte Böhnke. Er regte deshalb dazu an, einen Arbeitskreis aus Verwaltung, Politik und Feuerwehr zu installieren, der sich dieser Problematik annimmt.

Nach dem Jahresbericht des Ortsbrandmeisters durften sich diverse Kameraden über Beförderungen und Ehrungen freuen. Dabei wurden unter anderen Ingo Beyer für 25-jährige, Jens Topp für 40-jährige Mitgliedschaft mit einer entsprechenden Ehrennadel der Feuerwehr bedacht.

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