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Lindhorst Warum die Grünen dem Neubau nicht zustimmen
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Warum die Grünen dem Neubau nicht zustimmen
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00:16 11.02.2017
Quelle: Symbolfoto (dpa)
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Lindhorst

Zu den genannten Aufwendungen kämen noch die kompletten Außenanlagen hinzu und über die Inneneinrichtung herrsche ohnehin noch Unklarheit. „Durch den Neubau würde sich die finanzielle Schieflage der Gemeinde zudem noch mehr dramatisieren.“ Beträgt der Schuldenstand etwa 1,2 Millionen Euro, sei davon auszugehen, dass sich dieser auf etwa drei Millionen Euro erhöhen könnte.

Kaum auswärtige Kinder in Lindhorster Kita

Kritisch betrachten die Grünen auch die Auslastung der Kita zu nur 85 Prozent. Während viele Lindhorster Kinder Kitas außerhalb der Gemeinde besuchten, gebe es kaum auswärtige Kinder in der Lindhorster Einrichtung. Außerdem: „Es fehlt auch ein Konzept, wie der Zuschussbedarf der Kindertagesstätte zukünftig reduziert werden soll.“ Schon jetzt habe die Kita einen jährlichen Zuschussbedarf von etwa 400.000 Euro. Durch den Personalaufwand könnte sich dieser noch verdoppeln.

Was den möglichen Verkauf der alten Kita angeht, fordern die Grünen die Unterzeichnung einer verbindlichen Kaufabsichtsvereinbarung, um Sicherheit zu haben. Die Grünen-Fraktion denkt, dass noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden sind, um eine bessere Lösung zur Deckung des Betreuungsbedarfs zu finden. Sie glauben nicht, dass der Zug für eine Lösung auf Samtgemeindeebene schon abgefahren ist. „Wir würden daher ein tragfähiges Konzept für die Kinderbetreuung in allen Altersstufen in der Samtgemeinde Lindhorst begrüßen“, so die Grünen.

Zuschussbedarf ist gestiegen

Der Zuschussbedarf sei für alle Kitas in der Samtgemeinde Lindhorst von 532.492 Euro in 2010 auf etwa 763.601 Euro bis 2016 gestiegen. Um zu klären, ob und in welcher Höhe eine Abgabe der Trägerschaft der Kitas an die Samtgemeinde eine Kostenersparnis bringt, habe die Fraktion eine Anfrage an die Samtgemeindeverwaltung gestellt. Nach Ansicht der Grünen sei zu erwarten, dass Einsparungen beim Springerpersonal, auf Leitungsebene und bei den Verwaltungskosten eintreten und sich der Zuschussbedarf für alle Kitas erheblich reduzieren würde. Dafür könnte der Betreuungsbedarf eventuell erweitert werden, zum Beispiel durch eine Ferienbetreuung oder Betreuungsmöglichkeiten für Grundschulkinder nach 15 Uhr.

Der Rat tagt am Donnerstag, 9. Februar, um 19 Uhr im Lindhorster Rathaus. kil

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