Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Wenigstens versuchen

Wochenmarkt für Lindhorst? Wenigstens versuchen

Das Thema Wochenmarkt schien in Lindhorst eigentlich vom Tisch zu sein. Die Fraktionen waren sich einig: Es gibt gerade dringlichere Themen.

Voriger Artikel
Freiluftplatz mit Sonnensegel
Nächster Artikel
60 Jahre Gemischer Chor Lindhorst
Quelle: pr.

Lindhorst.   Vertreter von SPD, CDU und Grünen bezweifelten allesamt, dass die Kaufkraft in der Gemeinde für einen Markt ausreicht. Die Sozialdemokraten haben ihre Meinung jetzt offenbar geändert. In einem Antrag, der am 30. April auf der Tagesordnung der Ratssitzung steht, fordern sie die Verwaltung auf, die Gespräche mit der Marktgilde wieder aufzunehmen – mit dem Ziel, einen Wochenmarkt zu etablieren.

„Wir wollen es wenigstens versuchen“, erklärte Horst Schimmelpfennig, SPD-Fraktionssprecher, auf Nachfrage. Er verweist auf einen Beschluss, der im Herbst 2014 vom Rat getroffen wurde. Dieser beinhalte im Grunde genommen nur das, was die SPD in ihrem Antrag noch einmal aufgreift.      „Wenn wir es jetzt nicht probieren, diskutieren wir in zehn Jahren noch darüber“, meint Schimmelpfennig, der sich vor vier Wochen noch skeptisch zu einem Wochenmarkt geäußert hatte.

Nun habe es aber noch einmal Gespräche innerhalb der Fraktion gegeben, erzählt er. Mit dem Tenor, dass die Idee eines Marktes einen Versuch wert sei. „Was haben wir denn zu verlieren?“, wirft der Sozialdemokrat ein. Wenn der Markt gut angenommen würde, wäre das eine Bereicherung für die Gemeinde, findet er. Und sollte sich das Angebot nicht etablieren – was Schimmelpfennig nicht ausschließt –, hätte man auch nichts verschenkt.

Mit Blick auf die schlechte finanzielle Lage der Kommune stellte der Fraktionssprecher allerdings klar: „Es muss kostenneutral sein.“ Der Lindhorster Haushalt erlaube keine Investitionen – wie berichtet, hat der Landkreis den Lindhorster Etat für das Jahr 2015 nicht genehmigt. Schimmelpfennig beruft sich auf die vergangenen Gespräche mit der deutschen Markt-Gilde: Demnach würden für die Kommune nur „Minimalkosten“ anfallen, beispielsweise für Strom und WCs.

Der Sozialdemokrat ist sich bewusst, dass viele Politiker in der Gemeinde nicht glauben, dass sich ein Markt rechnen würde. Schließlich habe man das bereits in den Neunzigern erlebt. Schimmelpfennig sagt aber: „Die Strukturen haben sich verändert.“ Es bedürfe eines Angebotes, das in das Konzept des Ortes passt. kil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Kaum Aussicht auf Wochenmarkt

Das Thema Wochenmarkt scheint in Lindhorst vom Tisch zu sein. Wie vom Handel- und Gewerbeverein (HGV) kürzlich zu hören war, hat es seit dem vergangenen Gespräch mit der Markt-Gilde 2014 keine Rückmeldung mehr von den Beschickern gegeben.

mehr

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg