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Lindhorst Wenigstens versuchen
Schaumburg Lindhorst Lindhorst Wenigstens versuchen
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00:22 10.04.2015
Quelle: pr.
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Lindhorst.  Vertreter von SPD, CDU und Grünen bezweifelten allesamt, dass die Kaufkraft in der Gemeinde für einen Markt ausreicht. Die Sozialdemokraten haben ihre Meinung jetzt offenbar geändert. In einem Antrag, der am 30. April auf der Tagesordnung der Ratssitzung steht, fordern sie die Verwaltung auf, die Gespräche mit der Marktgilde wieder aufzunehmen – mit dem Ziel, einen Wochenmarkt zu etablieren.

„Wir wollen es wenigstens versuchen“, erklärte Horst Schimmelpfennig, SPD-Fraktionssprecher, auf Nachfrage. Er verweist auf einen Beschluss, der im Herbst 2014 vom Rat getroffen wurde. Dieser beinhalte im Grunde genommen nur das, was die SPD in ihrem Antrag noch einmal aufgreift.      „Wenn wir es jetzt nicht probieren, diskutieren wir in zehn Jahren noch darüber“, meint Schimmelpfennig, der sich vor vier Wochen noch skeptisch zu einem Wochenmarkt geäußert hatte.

Nun habe es aber noch einmal Gespräche innerhalb der Fraktion gegeben, erzählt er. Mit dem Tenor, dass die Idee eines Marktes einen Versuch wert sei. „Was haben wir denn zu verlieren?“, wirft der Sozialdemokrat ein. Wenn der Markt gut angenommen würde, wäre das eine Bereicherung für die Gemeinde, findet er. Und sollte sich das Angebot nicht etablieren – was Schimmelpfennig nicht ausschließt –, hätte man auch nichts verschenkt.

Mit Blick auf die schlechte finanzielle Lage der Kommune stellte der Fraktionssprecher allerdings klar: „Es muss kostenneutral sein.“ Der Lindhorster Haushalt erlaube keine Investitionen – wie berichtet, hat der Landkreis den Lindhorster Etat für das Jahr 2015 nicht genehmigt. Schimmelpfennig beruft sich auf die vergangenen Gespräche mit der deutschen Markt-Gilde: Demnach würden für die Kommune nur „Minimalkosten“ anfallen, beispielsweise für Strom und WCs.

Der Sozialdemokrat ist sich bewusst, dass viele Politiker in der Gemeinde nicht glauben, dass sich ein Markt rechnen würde. Schließlich habe man das bereits in den Neunzigern erlebt. Schimmelpfennig sagt aber: „Die Strukturen haben sich verändert.“ Es bedürfe eines Angebotes, das in das Konzept des Ortes passt. kil

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