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Zeitnot an der Haltestelle

Bürgerbus Zeitnot an der Haltestelle

Mit rund drei Gästen pro Tag ist der Bürgerbus der Samtgemeinde Lindhorst in den ersten zwei Wochen seines Bestehens gestartet. In der darauffolgenden Woche waren es laut Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther bereits insgesamt 30. „Unser Ziel liegt bei 50, wir wollen zweieinhalbtausend pro Jahr erreichen.“

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Bürgerbusfahrerin Monika Günther hat im Fond Platz für Rollatoren, aber wenig Zeit an der Haltestelle.

Quelle: bab

Lindhorst. Nach den ersten neun Einsatztagen hatte der Trägerverein einen durchschnittlichen Wert von drei Gästen pro Tag ermittelt, wie Vereinsvorsitzender Hans Bielefeld aus einer Sitzung berichtet. 27 Personen seien befördert worden. Andreas Günther registrierte in der darauffolgenden Woche eine deutliche Zunahme. Gestern hat sich der Samtgemeindebürgermeister auf den Beifahrersitz gesetzt, um den Fahrplan zu überprüfen. In der Praxis hatte sich laut Bielefeld nämlich herausgestellt, dass dieser sehr eng getaktet ist. „Die Abfertigung der Gäste nimmt ja ein wenig Zeit in Anspruch“, sagt er. So gehöre zu den Aufgaben der Fahrer selbstverständlich, dass sie die Rollatoren der Fahrgäste verstauen. Der Fahrplan sei aber nicht in Stein gemeißelt.
Der Bürgerbus eigne sich vorwiegend für Einkäufe und Bankbesuche. „Das war ja auch das Ziel“, sagt Bielefeld, der weiß, dass der Aufenthalt von 1,5 Stunden zwischen Hin- und Rückfahrt für einen Arzt- oder Therapiebesuch zu knapp bemessen ist. Wer doch mit dem Bürgerbus zum Arzt wolle, müsse sich entweder einen der drei Wochentage aussuchen, an denen der Bus auch nachmittags unterwegs sei, oder für die Rückfahrt eine Alternative suchen.
Dienstags, donnerstags und freitags fährt der Bus vor- und nachmittags. „Dann wäre der Aufenthalt allerdings sehr lang“, muss Bielefeld einräumen. Dafür habe diese Variante einen anderen Vorteil: „An den Tagen kann man mit der Bahn zum Beispiel nach Hannover fahren“, da der Bahnhof sowohl auf der Nordseite als auch auf der Südseite über die Haltestelle am Gewerbegebiet zu erreichen ist. Gäste haben dies bereits spitz gekriegt und wahrgenommen.
Der Bürgerbus legt in der Woche rund 400 Kilometer zurück. Die drei Linien (Beckedorf, Heuerßen, Lüdersfeld) zusammen machen laut Bielefeld eine Strecke von 50 Kilometern aus. Am Montag holt der Verein das eigene Auto ab. Bisher läuft der Linienverkehr mit einem Leihfahrzeug. 

bab

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