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170 Stunden lang in Kleinstkinder hineinversetzen

Lüdersfeld 170 Stunden lang in Kleinstkinder hineinversetzen

Der Kindergarten „De soiten Racker“ in Lüdersfeld hat zwei neue Expertinnen: Die Erzieherinnen Sybille Seidenkranz und Ursula Ziolko ließen sich binnen eines Jahres zu Fachkräften in Kleinstkindpädagogik fortbilden.

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Extra dicke „Perlen“ zum Auffädeln: Sybille Seidenkranz (links) und Ursula Ziolko spielen mit den Kindern der altersgemischten Gruppe.

Quelle: gus

Lüdersfeld (gus). Jeweils 170 Seminarstunden an der Volkshochschule in Neustadt waren dafür nötig. Beide mussten den Löwenanteil dieses Zusatzaufwands in ihrer Freizeit schultern – abends und an Wochenenden. Lediglich für eine Bildungswoche wurden Ziolko und Seidenkranz freigestellt.

Referate mussten sie wie alle anderen Absolventen halten, dazu eine Hausarbeit schreiben. Und am Ende gab es das Zertifikat, das beide als „Fachkraft Kleinstkindpädagogik“ auszeichnet. Dies bedeutet, dass sie Jungen und Mädchen von null bis drei Jahren betreuen können und dürfen.

Damit ist es theoretisch möglich, dass in der Lüdersfelder Kita künftig auch noch jüngere Kinder betreut werden als jetzt. Derzeit liegt die Untergrenze in einer altersgemischten Gruppe bei zwei Jahren. Doch dazu müsste der Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss fällen. Denkbar ist dies durchaus, da Eltern in 2013 einen Anspruch auf einen Tagesbetreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren haben. Und schließlich hat die Gemeinde auch die Kosten von mehr als 2000 Euro für die Fortbildung übernommen.

Inhaltlich mussten Seidenkranz und Ziolko jede Menge Neues lernen. Angefangen bei der Eingewöhnungszeit, die bei ganz jungen Kindern anders zu gestalten ist als bei Dreijährigen. Zudem eigneten sich die beiden Erzieherinnen an, in der altersgemischten Gruppe ein einheitliches Frühstück zuzubereiten. Denn wenn die Kinder ihre eigenen Speisen mitbringen, dann komme es vor, dass sie ständig auf fremden Tellern herumstochern statt vom eigenen zu essen.

Hinsichtlich der Sauberkeitserziehung wurde den Fortbildungsteilnehmern aber eher Zurückhaltung eingeschärft. Vor einem Lebensalter von 30 Monaten sollte niemand versuchen, seinen Nachwuchs von den Windeln zu entwöhnen. „Das hat keinen Sinn, das ist dann nur antrainiert“, erklärt Seidenkranz.

Welches Spielzeug ist sinnvoll für Kleinstkinder? Wie kommuniziert man am besten mit ihnen? Und wie sind Räume für Gruppen mit unter Dreijährigen zu gestalten? Diese und viele weitere Fragen wurden bei der Fortbildung erörtert. Apropos Spielen: Ein geeignetes Spielzeug für die Jüngsten verdankt der Kindergarten der Lindhorster Allianz-Vertretung, die Auffädelspielzeug im Wert von 100 Euro gespendet hat.

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